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Veröffentlicht am 19.11.2018 | von Jana

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LAMBERT & DEKKER – We Share Phenomena


Foto-© Andreas Hornoff

Lay me down, open me up
What you don’t like you’re free to cut

(Lambert & Dekker – Free to Cut)

Manchmal bedarf es Umwege, um ans Ziel zu gelangen und manchmal gehören Dinge zusammen, die weit auseinander liegen (zumindest räumlich). So wohl auch bei Brookln Dekker, dem Sänger von Rue Royale, und Lambert, den man von seinen verträumten Klavierstücken kennt.

Den Anfang nahm die Zusammenarbeit zwischen Lambert und Brookln Dekker, so sagt es zumindest die Geschichte, irgendwann im Jahr 2008 in einem kleinen Club in Utrecht. Vielleicht ein Zufall, wohl aber ein glücklicher. Als sich die Wege der beiden dann wieder kreuzten, beschloss man zusammenzuarbeiten. Über Landesgrenzen hinweg, zwischen Nottingham und Berlin, wurden Songideen hin und hergeschickt ohne weiter darüber zu sprechen, so die Geschichte weiter. Das braucht Vertrauen in das Können des jeweils anderen und wohl auch die Kunst die eigenen Ideen loszulassen. Die Textzeile „Lay me down, open me up. What you don’t like you’re free to cut” scheint Pate zu stehen als Metapher für diesen gesamten Entstehungsprozess.

Und so ist mit We Share Phenomena ein zartes, behutsames Album entstanden, das nicht viel mehr braucht als Dekkers Gesang, der sich über Lamberts Klaviermelodien legt, als wäre nichts anderes denkbar. Hin und wieder kommt ein vorsichtiger Beat hinzu und ein paar Streicher. We Share Phenomena ist ein Album, das nicht leicht zu fassen ist. Verschwommen beschwören die Songs ein wunderbares Kopfkino herauf und bevor man die Melodien festhalten kann, lösen sie sich auch schon wieder auf.

Bei An Oblique Way erscheint beim Hören ein ums andere Mal das Bild einer Fahrradfahrt durch eine kalte nächtliche Stadt im Kopf, es ziehen verschwommene Verkehrslichter und Rückleuchten der Autos vorbei. Die Melodie von Bluffing kann man leise mitsummen, nur um sie kurz darauf wieder vergessen zu haben. Fragil und geisterhaft setzen sich die Songs zusammen, als könnten sie jeden Moment glänzende Splitter zerfallen.

„Es kam mir so vor, als hätte ich die ganze Zeit mit einem Gespenst gearbeitet,“ beschreibt Lambert den Entstehungsprozess, und doch ist am Ende ein ganzes Album entstanden, bei dem man nicht vermuten würde, dass die beiden Musiker, die es geschrieben haben, niemals gemeinsam im Studio saßen. Aber manchmal braucht es eben keine Worte um sich zu verstehen.

Lambert & Dekker – We Share Phenomena
VÖ: 12. Oktober 2019, BMG Rights
www.facebook.com/lambertanddekker

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