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Veröffentlicht am 28.02.2019 | von Dominik

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Bedroomdisco Top Alben – März

Der Monat März – so irgendwie gefangen als Puffer zwischen Winter und Sommer, unter der Flagge Frühling, weiß man hier zumeist nicht wirklich klimatechnisch mit den Tagen anzufangen. Musikalisch hingegen gibt der Monat schon ab Ende der Woche Vollgas. Gerade was die Newcomer-Front angeht, erfreuen wir uns an vielen neuen Lieblingsalben, doch auch das neue Album unserer Lieblings-Rocker der letzten Jahre wird uns wieder nicht enttäuschen. Dazu noch eine Prise Soul, Pop, Indie und Elektro. Ihr merkt schon – es ist für jeden etwas dabei! Also gehabt euch gut und gönnt euch diese Platten:

1. Foals – Everything Not Saved Will Be Lost Part 1 (VÖ: 08.03.2019)

Die Briten von den Foals sind eine der wenigen Bands, die es schafften mit jedem Album eine deutliche Weiterentwicklung aufzuzeigen, ohne dabei jedoch den harten Kern ihrer Fans vor den Kopf zu schlagen. Vielmehr sammelte die energische Band um Frontmann Yannis Philippakis fleißig Fans und ist damit vielleicht eine der letzten großen neuen Rockbands unserer Zeit. Und auch der erste Teil ihrer für dieses Jahr geplanten Doppel-Album-Veröffentlichung führt die hochkarätige Discographie der Band fort und überzeugt auf voller Linie. Dabei bezieht die Band zum ersten Mal inhaltlich deutlich Stellung und schlägt klanglich eine Brücke zwischen Dance-Einflüssen bis hin zu hektischen Gitarrenparts, die an das Math-Rock-Debüt Antidotes erinnern. Starke Band, starke Platte!

2. Durand Jones & The Indications – American Love Call (VÖ: 01.03.2019)

Durch den letztjährigen weltweiten Re-Release des Debütalbums der US-Amerikaner Durand Jones & The Indications katapultierten sich die Herren aus Indiana nicht nur bei uns direkt auf dem neue Lieblings-Band Radar. Getragen von der kraftvollen Stimme des Frontmanns Durand Jones glänzt hier ein Mix, der eine zeitlose Qualität in Form von modernem Soul annimmt. Das Zweitwerk ist nun noch eingängiger, weniger roh und gleichzeitig inhaltlich politisch aufgeladen – oder wie die Band dazu aussagt: „The lyrics speak to how many of us feel every day in this time of political and environmental uncertainty— flitting between anger, despair, anxiety but ever returning to a sliver of hope that there’s still a path forward.“

3. Alice Phoebe Lou – Paper Castles (VÖ: 08.03.2019)

Zuletzt war die südafrikanische Songwriterin Alice Phoebe Lou mit ihrem Debüt ständig in aller Munde: Nominierungen und Preise hier, ausverkaufte Shows da. Sogar auf der Shortlist für den Oscar in der Kategorie Best Original Song war sie zu finden. Kein Wunder also, dass ihr zweites Album Paper Castles mit großer Spannung erwartet wird. Und für dieses hat sich die Wahlberlinerin einige schwierige Themen vorgenommen: die Traumata der Künstlerin im Bezug auf Sex, Männer und Intimität. Trotzdem erschlägt einem das Album nicht, sondern findet immer wieder Wege um sich auch leicht und beschwingt in unsere Leben zu schleichen.

4. Fil Bo Riva – Beautiful Sadness (VÖ: 22.03.2019)

Filippo Bonamici, Sänger und Mastermind des Projekts ist Gebürtiger Römer – Vater Italiener, Mutter Deutsche – hat in Madrid gekellnert, in Irland Abitur gemacht und lebt heute in Berlin. Und zuletzt schon mit seiner ersten EP und den Singles daraus einen ordentlichen Grund für eine steile Kariere gelegt. Immer noch an sich Newcomer, ist das Warten auf das Debütalbum von Fil Bo Riva demnächst endlich zu Ende. Beautiful Sadness – treu dem Titel durchgehend zwischen Emphase und Melancholie, Aufbegehren und Innehalten changierend – die Essenz der musikalischen Sprache Fil Bo Rivas – mit Europa im Herzen und einer freiheitlich offenen Ausrichtung auf der Zunge. Dabei wird auch mal mit Autotune experimentiert oder wie auf der aktuellen Single L’impossibile mit ordentlichem Schwulst auf italienisch Lyrics geschmettert…

5. VÖK – In The Dark (VÖ: 01.03.2019)

Die isländische Elektro-Pop Band Vök war mit ihrem Debütalbum eine der Entdeckungen des Jahres 2017, verfeinerten sie ihren düsteren Elektro-Pop-Entwurf doch mit atmosphärischem Saxophon-Spiel. Nun rückt das Saxophon etwas in den Hintergrund, dennoch entwickelt die Band ihren Trademark-Sound weiter, während Sängerin Margrét Rán noch ehrlicher und entwaffnender in den Lyrics auftrumpft. Ein Album für die frühen Morgenstunden nach dem Club…oder auch für den Kopfhörer beim Durchstreifen der Straßenschluchten der Großstadt.

Newcomer:

1. Stella Donnelly – Beware of the Dogs (VÖ: 01.03.2019)

Ihre erste EP war schon so etwas wie ein selbstbewusstes Statement, das die Australierin Stella Donnelly schnell zu einer wichtigen Stimme ihrer Generation machte. Nun ist es Zeit fürs Debüt und auch dort mangelt es der jungen Musikerin aus Down Under weder an Themen, noch an messerscharfem Witz oder sarkastischem Augenzwinkern. Spielerisch behandelt sie Themen wie Karriere, Heimat, Familie und Beziehungen und wickelt den Hörer einfach mal mit ihrem Charme um den Finger. Wir sind Fans!

2. Wallows – Nothing Happens (VÖ: 22.03.2019)

Das Bandprojekt Wallows von Schauspieler Dylan Minnette (13 Reasons Why) mit zwei Kindheitsfreunden präsentiert mit ihrem Debüt Nothing Happens einen angenehmen Indie-Rock Entwurf, mit Pop-Einschlägen und einigen kleinen Indie-Hits. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

3. Nilüfer Yanya – Miss Universe (VÖ: 22.03.2019)

Auch die britische Newcomerin mit dem kryptischen Namen veröffentlicht dieser Tage endlich ihr Debüt, nachdem sie schon in 2018 auf der renommierten Sound Of Liste der BBC aufgeführt wurde. Die bisherigen Single Veröffentlichungen lassen darauf schließen, dass Yanya noch nicht so wirklich ihren Sound gefunden hat – oder aber vielfältig alle Sparten bedienen will. Wir sind trotzdem sehr gespannt auf das Album und freuen uns auf den Longplayer der britischen Indie-Pop-Princess! Trotz des eher ollen Covers…

Wiederkehrer: Golden Daze – Simpatico (VÖ: 15.20.2019)

Noch gar nicht lange draußen, ist das neue Album von Golden Daze aber mehr als ein Geheimtipp, den man sich durch die virtuellen Lappen gehen lassen sollte. Das US-amerikanische Duo verbindet auf Simpatico schwelgerisch verträumte Klangsphären, mit entspannter elektronischer Gitarre und verhalltem zweistimmigem Gesang. Für Fans von Real Estate, Wild Nothing und Co – oder aber auch der perfekte Soundtrack für Sonntage mit Buch im Bett!


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