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Veröffentlicht am 21.03.2019 | von Susan

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WALLOWS – Nothing Happens


Foto-© Jimmy Fontaine

Used to be level with all our friends
Still wear the same shoes I did back then
I don’t think they’ve ever been untied
I can’t regret the things I don’t try
I’d switch it up but I don’t like change
Only content if things stay the same
Don’t care to watch the story unfold
Hate feeling like I’m not in control
I’ve been sleeping with the light on
I tend to freak myself out
Will you come a little closer now and tell me I’m a
Scrawny motherfucker with a cool hairstyle

(Wallows – Scrawny)

Zu der Zeit als man sich noch über die Farbe seines Leitz-Ordners Gedanken machte, entstehen oft auch Dinge, die man als kreative Schaffensphase verstehen könnte. Denn Hand aufs Herz, hat nicht jeder mal eine Band gegründet. Im Keller einen Freundes verschanzt, hatte man die Möglichkeit seine Probleme und Sorgen einfach unzensiert gegen die zugeklebten Wände zu brüllen. Danach gab man sich die schweißnasse Hand und wusste recht selbstgefällig, irgendwann würde man schon entdeckt werden.

So, oder so ähnlich muss es sich damals auch bei den drei 11 Jahren alten Jungs Dylan Minnette, Braeden Lemasters und Cole Preston aus Kalifornien zugetragen haben. Sie hatten sich damals als Wallows zusammengeschlossen und können mittlerweile, in ihren frühen Zwanzigern angekommen, auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Am 22. März erscheint nun auch ihr Debütalbum Nothing Happens, das nach ihrer im letzten Jahr erschienenen Debüt-EP Spring, wohl von einigen schon sehnlichst erwartet worden sein dürfte. Zu finden sind darauf 11 voller jugendlicher Leichtigkeit strotzender Songs, von denen einige wohl noch das damalige Ich der Musiker repräsentieren dürften. So spiegelt Are You Bored Yet? das Gefühl wieder, an einer Beziehung festzuhalten, an der es keine wirkliche Liebe mehr gibt. Unterstützt durch den hauchzarten Gesang von Singer-Songwriterin Clairo erfüllt sie die Strophen von Frontmann Dylan Minnette, den man auch als Clay aus der Serie 13 Reasons Why kennt, mit Leben. Und so bleibt es auch in Songs wie Scrawny und I’m Full eine von Höhen und Tiefen geprägte Indie-Reise des Erwachsenwerden.

Leider bleibt die Reise meist noch etwas holprig. Nicht ganz ausgereift und aus alten Textbüchern einfach übernommen. Die Songs werden dabei definitiv an damals erinnern, als man selbst noch Songs schrieb und auf den großen Durchbruch wartete. Doch während man gerade dabei ist ein besonders farbenfrohes Freundschaftsbändchen zu knüpfen, vermisst man an der ein oder anderen Stelle die Brücke zum Erwachsenwerden, die schlagen sie dann hoffentlich bei ihrer nächsten Platte.

Wallows – Nothing Happens
VÖ: 22. März 2019, Atlantic Records
www.wallowsmusic.com
www.facebook.com/wallowsmusic

Wallows live:
03.06. Mojo Club, Hamburg

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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