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Veröffentlicht am 29.11.2019 | von Lea Kleisinger

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LÅPSLEY – These Elements


Foto-© Alex Waespi

Remember when you said
My love was like the rain
Not the sweet sound after the drought
But the pain of it hard on your back in a storm.
Remember when you said
My love was like the sea
Not a big pool in a tropical
You said I had the arctic inside of me.
Remember when you said
My love was like a rose
Not the sweet bloom
But the pain as it scratches your hand.

(Låpsley – My Love Was Like The Rain)

Nachdem die junge englische Künstlerin Låpsley mit ihrem 2016 erschienenen Debütalbum Long Way Home die Kritiker und Zuhörer begeisterte, entschied sie sich erstmal dazu eine Pause einzulegen. Immerhin war die junge Frau bei ihrem Durchbruch erst 19 Jahre alt. Ihre markante, ausdruckstarke Stimme und der geschmackvolle Stil ihres Elektro-Pops haben die vergangenen Jahre aber dafür gesorgt, dass sie niemand so schnell vergisst. Jetzt hat das Warten ein Ende, denn Låpsley bringt endlich neue Musik in Form einer EP heraus. These Elements beinhaltet vier Lieder, in denen sie ihre Erfahrungen und Gefühle der letzten Jahre verarbeitet. Ihre Lyrics handeln von schmerzhafter Liebe, Depression und Selbstliebe und werden von sphärischen, etwas langsameren Sounds begleitet. Ihrem Stil ist sie treugeblieben, ihre Texte wirken selbstsicherer und selbstreflektierter.

Den Anfang macht das wunderschöne Lied My Love Was Like The Rain. Minimalistische elektronische Beats begleiten ihre schneidende Stimme, die von den schmerzhaften Worten eines ehemaligen Geliebten erzählt. Das Keyboard trägt eine tragende Rolle in der Grundmelodie und klackernde Synthesizer-Klänge geben dem Lied eine einzigartige Note. Das darauffolgende Lied Eve bietet einen etwas befremdlichen Rhythmus, der von eindringlichen Drums dominiert wird. In Ligne 3 zeigt sich die Künstlerin wieder sanfter. Harmonisches Klavier, schwebender Synthesizer und Bass sorgen für einen verträumten Klang. Låpsley spielt mit ihrer Stimme, die manchmal verzerrt in die Tiefe stürzt oder in zerbrechliche Höhen steigt. Die EP wird mit dem Lied Drowning abgeschlossen. Sie führt eine Konversation mit ihrer Mutter und erzählt von den stärkenden Worten ihrer Mutter, in denen sie Trost sucht. Auch ihren Vater adressiert sie und erklärt, dass sie sich in ihrem eigenen Kopf verloren hat. Der einnehmende Refrain hat treibende und tänzelnde Elemente, führt aber die Schwere der restlichen Lieder weiter mit sich.

Die gelungene EP beinhaltet Elektro-Pop in seiner schönsten Form und macht Lust auf mehr. Wir alle sind gespannt, was die junge Künstlerin in den kommenden Jahren noch so zaubern wird.

Låpsley – These Elements
VÖ: 6. Dezember 2019, XL Recordings
www.musiclapsley.com
www.facebook.com/lapsleyyyy

Låpsley live:
27.01.2020 Badehaus, Berlin

YouTube video

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