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Veröffentlicht am 13.02.2020 | von Christian Weining

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TEEPEE – Where the Ocean Breaks

Foto-© Lindsay Oliver

Two planets apart
Got lost in the dark
We weren’t bound together
Thousand meters apart
Out of the clouds
We’re made of strange weather

(Teepee – No Reason)

Mit ihrem zweiten Studioalbum Where the Ocean Breaks meldet sich das tschechische Duo teepee zurück. In Sachen Produktion und Label gehen sie 2020 neue Wege: So erscheint das Album beim queer-feministischen Label SPRINGSTOFF und wurde diesmal von Tom O. Marsh in Wien aufgenommen und produziert.

Miroslav Patočka und Tereza Lavičkova, die sich schon seit Schulzeiten kennen, arbeiten in ihren Songs auf vergleichsweise konservative Art und Weise mit Akustik- und E-Gitarren, Beats, und Keys. Sie versuchen das Rad nicht neu zu erfinden und setzen eher auf altbewährtes: Melancholische Stimmung, einfache Melodien, zweistimmiger Gesang, leichte Beats und viel gezupfte Gitarren und flächige Piano-Akkorde.  Das Ganze allerdings mit mehr Pop Attitüde als bisher.

Häufig bleibt deshalb leider auch kein Widererkennungswert. Stücke wie Moonlight Rainbow („If you stay, my demons run away“) oder Only One („You’re my life, my hope and only one“) gehen leicht ins Ohr, geraten aber genauso einfach auch wieder in Vergessenheit.

Andere Stücke, wie der lebhafte aber melancholische Opener Around It oder das – dem Titel entsprechende – sehr samte Heavenly Gates, funktionieren dagegen schon besser. Die Stärke des Duos liegt in der Harmonie der Stimmen und ihrer unprätentiösen Art des Songwritings. An den Stellen, an denen man das Gefühl hat, dass sie hier besonders viel wollen, wirkt der Sound abgedroschen und unauthentisch. Weniger scheint hier mehr, wie sich auch in der Ballade Hazel Trees zeigt. Und hört man in ihr erstes, wesentlich einfacher produziertes Album Albatross rein, stellt sich deutlich das Gefühl ein, dass sie mit ihrem Zweitwerk einen zu großen Sprung machen wollten.

Where the Ocean Breaks lässt sich nebenher immer wieder gut durchlaufen und an einigen Stellen hört man dann doch auch genauer hin. Meistens dann, wenn sich die zwei Stimmen zu einer vermischen und davonschweben. Eine große Überraschung bleibt leider aus. Vielleicht können die Livesets, die man demnächst als Support von Seafret erleben kann mehr überzeugen…

teepee – Where the Ocean Breaks
VÖ: 31. Januar 2020, SPRINGSTOFF
www.facebook.com/teepeeband

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