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Veröffentlicht am 23.03.2020 | von Lara

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THE WEEKND – After Hours


Foto-© Anton Tammi

Thought I almost died in my dream again (baby, almost died)
Fightin‘ for my life, I couldn’t breathe again
I’m fallin‘ in too deep (oh)
Without you, I can’t sleep (fallin‘ in)
‚Cause my heart belongs to you
I’ll risk it all for you
I want you next to me
This time, I’ll never leave
I wanna share babies
Protection, we won’t need

(The Weeknd – After Hours)

Abel Tesfaye meldet sich fast 4 Jahre nach seinem letzten Studioalbum mit After Hours zurück. Hier reflektiert der 30jährige Kanadier über seine hedonistische Persönlichkeit, seine Drogensucht und seine verflossene Liebe. Musikalisch ist die neue Platte deutlich düsterer und elektronischer als noch der Vorgänger Starboy.

Mit After Hours beginnt eine neue Phase für The Weeknd. Neuer Schnurrbart, neuer Style und eben neue Musik. Nach wie vor bleibt er dem R’n’B und Pop treu, jedoch experimentiert er äußerst gerne mit Synthies, Discopop und Elektro. Und das in einem sehr düsteren Gewand. Textlich geht es viel um Einsamkeit, Reflexion über das eigene Selbst und Liebeskummer. Die erste Single Heartless ähnelt etwas Starboy und beschreibt Tesfayes oftmals narzisstische Persönlichkeit. „Photoshoots, I’m a star now, I’m talkin‘ Time, Rolling Stone and Bazaar now, selling dreams to these girls with they guard down“, singt er hier. Hedonismus und Drogen waren schon von Anfang an Themen in seiner Musik. „Put that cocaine on a plate, Molly with the purple rain, ‚cause I lost my faith“, heißt es auf Faith, der expliziteste Track über Drogensucht. Hier macht er eine Referenz zum R.E.M.-Hit Losing My Religion. Auf dem letzten Track des Albums, Until I Bleed Out, sieht der Sänger jedoch ein, was die Drogen angerichtet haben und will sie aus seinem Leben haben. „And I don’t even wanna get high no more, I just want it out of my life“, singt er.

Mit Beats, Bass und Synthies spart The Weeknd auf After Hours nicht. Vor allem fällt auf, dass sich der Pop der 80er durch die Platte zieht. Blinding Lights ist catchiger Space-Pop, der auf der New Wave-Welle schwimmt – ein Dancefloor-Banger. Der Titeltrack After Hours ist ebenso ein dunkler Pop-Track zum Tanzen. Der am meisten 80er beeinflusste Song ist wohl In Your Eyes, der funkig von einer sich langsam anbahnenden Trennung erzählt. Das Highlight hier ist wohl das Saxofon.

Die EP My Dear Melancholy von 2018 zeigte schon, wo die musikalische Reise hingehen soll. Melancholischer Pop für die nächtlichen Stunden. After Hours macht daraus den groovigen Soundtrack für den alleinigen Heimweg nach der Party, betrunken, zugedröhnt und nachdenklich.

The Weeknd – After Hours
VÖ: 20. März 2020, Republic
www.theweeknd.com
www.facebook.com/theweeknd

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