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Veröffentlicht am 24.02.2021 | von Dominik

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WOLF ALICE – die Arroganz der Menschen

Foto-© Jordan Hemingway

Die Karriere der britischen Rock-Band Wolf Alice war ein stetiger Aufstieg, garniert mit einigen Highlights wie dem Einstieg auf #2 in den heimischen Charts beim Debüt My Love Is Cool (2015) oder dem Gewinn des Mercury Prize in 2018 für ihr letztes Album Visions of Life. Es ist also keine Überraschung, dass die Entwicklung eines Nachfolge-Albums da eine gewaltige Aufgabe war. Denn die Platte war ein großer Erfolg, was in der Folge zu vielen Monaten auf Tour führte – mit interkontinentalen Flügen, Leben in Hotels und langen Busfahrten, das der Band einiges abverlangte. Letztlich spielte die Band alleine 187 Shows auf der Visions Of A Life Welttournee – darunter ein ausverkauftes Alexandra Palace Konzert, zwei ausverkaufte Shows in der Brixton Academy und ein Set auf der Pyramid Stage auf dem Glastonbury.

Doch mit Blue Weekend kündigt das Quartett, bestehend aus Ellie Rowsell (Gesang, Gitarre), Joff Oddie (Gitarre, Gesang), Theo Ellis (Bass) und Joel Amey (Schlagzeug, Gesang), nun ihr drittes Album für den 11. Juni via Dirty Hit an! Die Band zog sich für die Produktion des Albums in ein Haus in Somerset zurück, und hier, weit weg von Festivalbühnen, Tourbussen, Preisverleihungen und Fans, fanden sie wieder heraus, wer sie gemeinsam sind. Sie festigten ihre Freundschaft und begannen in einer umgebauten Kirche mit der Arbeit an den ersten Demos. Aus diesen Demos entwickelte sich Blue Weekend, ein Album, das von Markus Dravs (Arcade Fire, Björk, Brian Eno, Florence + The Machine) produziert wurde, der der Band geholfen hat, ihren Sound zu schärfen. Rowsells persönliches Storytelling steht im Mittelpunkt von Blue Weekend, einem Album, das Wolf Alice mit einer neu entdeckten Kühnheit und Verletzlichkeit gleichermaßen ausstattet.

Wie sich das dann anhört, erfährt man auf dem ersten Vorboten The Last Man On Earth, bei dem Wolf Alice die Grenzen zwischen klassischem Songwriting, anmutiger Atmosphäre und ihren charakteristischen Refrains verwischen. Ein Song voller Selbstbewusstsein und Zuversicht, das Werk einer Band, die die Messlatte mit jeder einzelnen Veröffentlichung höher legt. Frontfrau Ellie Rowsell erklärt, wer der titelgebende The Last Man on Earth ist: „Es geht um die Arroganz der Menschen. Ich hatte gerade Kurt Vonneguts Cat’s Cradle gelesen und die Zeile ‚Peculiar travel suggestions are dancing lessons from god‘ in meine Notizen geschrieben. Aber dann dachte ich: ‚Äh, dein merkwürdiger Reisevorschlag ist keine Tanzstunde von Gott, es ist nur ein Reisevorschlag! Warum muss alles immer etwas mehr bedeuten als es ist?'“

Der Song wird mit einem Video von Regisseur Jordan Hemingway (Gucci, Raf Simons, Comme Des Garçons) begleitet, in dem einzig Rowsell im Rampenlicht steht, was eine völlig neue Ära von Wolf Alice darstellt.

Wolf Alice – Blue Weekend Tracklist:
1. The Beach
2. Delicious Things
3. Lipstick On The Glass
4. Smile
5. Safe From Heartbreak (if you never fall in love)
6. How Can I Make It OK
7. Play The Greatest Hits
8. Feeling Myself
9. The Last Man On Earth
10. No Hard Feelings
11. The Beach II

YouTube video

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Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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