Interviews

Veröffentlicht am 7.05.2021 | von Dominik

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MIGHTY OAKS – Track by Track

Vor etwa einem Jahr erschien das letzte Mighty Oaks Album All Things Go und während das Trio den Februar und März in 2020 noch auf Tour verbrachten, sorgte die Corona-Pandemie kurz darauf für Stillstand: „Corona war uns die ganze Tour über auf den Fersen“, erzählt Sänger und Songwriter Ian Hooper und lacht, „wir kamen gerade aus Norwegen zurück und ein paar Tage später hieß es schon: Lock down!“ Wo andere Bands vielleicht in Panik, aufgrund von ausfallenden Tour-Einnahmen verfallen wäre, bedeutete der Stillstand für Sänger und Songwriter Hooper, dass er seinen lang gehegten Traum vom eigenen Kellerstudio endlich in die Tat umsetzte. „Zum ersten Mal seit vielleicht unserem ersten Album hatte ich die Ruhe und die Zeit, einfach nur einen Haufen Songs zu schreiben”, erinnert sich Hooper, “vielleicht klingt es deswegen auch so viel mehr aus einem Guss als unsere letzten Alben.“ Das Album von dem er redet ist Mexico, das neue Album des Trios um Hooper, Claudio Donzelli und Craig Saunders, das heute erschienen ist und zu dem uns Ian das wohl ausführlichste Track by Track geschrieben hat, das wir je veröffentlicht haben (und wahrscheinlich auch in Zukunft veröffentlichen werden). Cheers, Ian!

1. Land of Broken Dreams

Land Of Broken Dreams ist vom Titel her ziemlich selbsterklärend. Es ist einer der ersten Songs, die ich für das Album geschrieben habe, als alles im Chaos war und der Egoismus und die „Me-First Attitude“ von Menschen auf der ganzen Welt zur Schau gestellt wurde. Man hat gesehen, wie verschiedene Länder mit dieser unvorhergesehenen Corona-Situation umgehen – einige Länder sind sozialer eingestellt, sie kümmern sich um ihre Bürger und andere Länder wie Amerika lassen die Leute einfach am Boden liegen. Es gibt dort keine soziale Sicherheit, um diese Leute aufzufangen.

Aus meiner Perspektive habe ich diesen Song in einem Zustand geschrieben, in dem ich überrascht wurde – vergleichbar mit der Perspektive von jemandem in Amerika, der den Abgrund nie kommen sah und sich von jetzt auf gleich in Not fühlt, als ob jemand dir den Teppich unter deinen Füßen wegzieht und es niemanden gibt, der dir hilft. Der „American Dream Spirit“ – was bedeutet das und was bringt er dir? Gibt es ihn überhaupt? In die Not gezwungen zu werden, ist eine Art nackte Realität, und man selbst ist derjenige, der sich aus diesem Loch graben muss, wenn es überhaupt möglich ist. Okay, man kann wütend sein und man kann weinen, aber am Ende des Tages lehrt das, was dir diese nackte Wahrheit gibt, etwas. Nach dem Motto: „What makes you bitter, makes you wise“.

Ich hoffe, dass die Menschen etwas aus diesen Nöten mitnehmen und darüber nachdenken, was im Leben wichtig ist, auch an einem Ort wie Amerika, diesem „Land of broken dreams“ – So schwer es auch ist, überhaupt noch einen amerikanischen Traum zu haben, manchmal reicht es, diesen Traum zu haben, um aufzustehen und vorwärts zu kommen. Der Song soll beide Seiten der Medaille zeigen, er kritisiert das Land, aber auf der anderen Seite zollt er auch dem unerschütterlichen Optimismus der Amerikaner großen Respekt, den ich auch in mir trage, auch wenn Deutschland manchmal versucht, ihn zu zerstören. Es ist eine harte Zeit für jeden und wir sind am Ende des Tages alle auf uns selbst gestellt.

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2. Mexico

Ich hab das Lied geschrieben während des ersten Lockdowns, als alles noch so frisch und absurd war, ich mein die Zeiten sind immer noch sehr absurd in der wir leben, aber damals haben die Leute sich ja die Köpfe eingeschlagen wegen Toilettenpapier…

Wir als Menschheit sind so weit gekommen, wir sind so fortgeschritten, und das sind einfach Millionen von Schritte rückwärts, wenn wir uns um Toilettenpapier streiten. Und mit dem Song wollte ich einfach mal weg aus dieser absurden Realität, zumindest mental und der erste Ort woran ich da gedacht hab, war Mexiko und wie schön es wäre, da eine kurze Auszeit zu nehmen und hab das dann in meinem Kopf und mit diesem Lied gemacht.

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3. Devil and The Deep Blue Sea

Unser Song Devil and the deep blue sea ist letztlich ein Song über gegenseitige Geduld, Verständnis und Respekt. Im Leben findet man sich oft in einer schwierigen Lage wieder, in der man, egal was man tut, nicht unbedingt das Richtige tun kann. Und es dauert eine Weile, bis man herausfindet, welchen Weg man einschlagen sollte. Im Song geht es um diejenigen, die dich lieben und die, die man selbst im Leben liebt – dass sie Geduld haben und dass sie darauf warten, dass man die Dinge herausfindet, genauso wie man selbst auf sie in schwierigen Zeiten wartet.

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4. My Demons

Es sind irgendwie zwei Songs in einem – wir haben auf der einen Seite diese sehr zart gezupften Gitarren und zurückhaltende Instrumentals am Anfang und dann, nach dem ersten Refrain, fällt das ab und dieser großartige Groove und die Drums tragen den Song – man könnte es fast Hip-Hop nennen. Ich liebe den Song und die Welt, in der er existiert. Er drückt die Schizophrenie aus, die unsere Gesellschaft mit dem Thema Sucht hat.

Ich hatte so viele Freunde, die ernsthafte Drogenprobleme im Leben hatten und viele von ihnen haben es nicht geschafft, da rauszukommen. Am Ende liegt es an der süchtigen Person selbst, dass sie Hilfe haben möchte, bevor sie diese bekommen kann. Viele Leute versuchen, den Süchtigen aus seiner Situation herauszuholen, indem sie denken, dass es das Problem löst, wenn man ihn aus dem Umfeld herausholt und neu anfängt, aber die süchtige Person selbst muss es sein, die sich den Ängsten stellt. Sie muss sich ihren eigenen Dämonen stellen, um die Kontrolle über sich zu bekommen. Sie muss in der Lage sein, sich selbst zu kontrollieren, weil sonst immer die Gefahr besteht, dass sie wieder hineinfällt, wenn sie davon umgeben ist.

Ich habe das so oft mit Menschen erlebt, die ich liebe – nicht, dass ich alles wüsste, aber ich habe meine Ansichten darüber und habe vielen Menschen geholfen, wieder gesund und glücklich zu werden. Und manche waren einfach nie bereit, sich wirklich helfen zu lassen, und wenn sie nicht bereit sind, dann kann man ihnen auch keine Hilfe geben. Wenn man das aus der Perspektive einer süchtigen Person sieht, die anerkennt, dass sie ein Problem hat und dass bereit ist, Hilfe zu bekommen, braucht sie keine Sympathien von Menschen – sie braucht nur Menschen, die an sie glauben und an ihrer Seite stehen, um sie durch harte Zeiten zu bringen.

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5. Ghost

Ghost ist ein Song, der sich ganz unterschiedlich interpretieren lässt, je nachdem wo man sich in seinem Leben befindet – sogar Craig und ich haben ihn auf völlig andere Weise gesehen, (was nichts über unsere eigenen Beziehungen aussagt). Aber man könnte es entweder als ein pures Liebeslied deuten, dass dem Wort „Liebe“ eine echte und ehrliche Bedeutung gibt, und damit auch anerkennt, dass es nicht immer einfach ist, in einer Beziehung oder verliebt zu sein oder sich vor jemandem zu öffnen. Aber am Ende ist es genau das, was es so real macht, weil man mit dieser Person so viele Emotionen verbindet und Höhen und Tiefen durchlebt, so dass man weiß, dass die Beziehung und die Bindung zueinander etwas für die Ewigkeit ist. Man könnte also „Until you’re a ghost to me“ als „ich bin bei dir für immer“ interpretieren.

Oder aber man kann es als Anti-Liebeslied sehen, als wäre echte Verliebtheit nichts als Leid und Herzschmerz – dann könnte es als Trennungssong gesehen werden und die Zeile „Until you’re a ghost to me“ als „du bist für mich gestorben“ übersetzt werden. Ich denke, es liegt in der Interpretation der Leute, die in dem Song finden, was sie gerade fühlen wollen.

Als wir das Album aufgenommen haben, wollten wir den Song sogar erst nicht mit drauf nehmen. Eines Tages setzte ich mich dann mit Nicholas, unserem Produzenten zusammen. Ich war allein mit ihm im Studio und eigentlich haben wir Vocals aufgenommen. Dann fingen wir an zu jammen und ich habe angefangen, die Melodie zu singen, und dann haben wir das Stück nochmal überarbeitet, sodass es sich komplett verändert hat. Jetzt ist es eines meiner Lieblingslieder auf dem Album, es ist sehr bedeutungsvoll und die Produktion ist on Point – wirklich ein cooles Lied.

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6. What You Fighting For

Die Welt ist im Moment super politisiert bei allem. Jeder ist dauer-online und schreit aus Leibeskräften und sagt, dass er Recht hat und was er für richtig hält. Dabei ist es manchmal schwer zu wissen, was man denken soll, denn egal wo man online ist, kann man immer etwas finden, das die eigene Meinung unterstützt, auch wenn diese total verrückt ist. Der Song ist im Grunde für ein paar Freunde von mir, die irgendwie auf die schiefe Bahn geraten sind und sich an Verschwörungstheorien und unverhohlen protofaschistischer konservativer Rhetorik festgebissen haben.

Das ist super schade, weil das Leute sein könnten, mit denen man aufgewachsen ist oder die gute Freunde sind und ich habe das Gefühl, dass es nur weißen Männern in meinem Alter passiert, wenn sie das Gefühl haben, dass sie nicht die Chancen oder die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie denken zu verdienen. Aber das ist nur ihre privilegierte, weiße, cis-male Idiotie. Ich hatte ein paar super ernste Auseinandersetzungen mit Leuten, allerdings nur online, weil man im echten Leben momentan nicht darüber reden kann und vielleicht ist das das Problem, weil man jemandem nicht in die Augen schauen kann und nicht weiß, was er meint. Obwohl wer weiß – wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenübergestanden hätten, wäre es wahrscheinlich auch nicht gut gelaufen.

Ich glaube, die Leute fühlen sich online klug und groß und unbesiegbar, aber am Ende des Tages sind sie nicht in der Lage zu verstehen, dass die Welt viel größer ist als sie selbst und sie können aus ihrem Kopf oder ihrer eigenen Engstirnigkeit nicht herauskommen. Und so lautet meine Frage in dem Song: „Weißt du wirklich, wofür du kämpfst?“ – Verstehst du wirklich die Komplexität so vieler Probleme in der Welt?

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7. Bad Blood

Bad Blood ist ein Song über Unterschiede zwischen Menschen. Das letzte Jahr war ein wirklich hartes Jahr und hat einige hässliche Dinge in den Menschen zum Vorschein gebracht. Das hat definitiv zu einem Zusammenbruch der Kommunikation auf vielen Ebenen geführt – alles passiert jetzt digital und das ist sehr anfällig für Missverständnisse und Konflikte. Ich finde, Kommunikation muss wirklich zwischen Menschen physisch stattfinden, und das geschieht leider im Moment nicht sehr oft.

Und dann gibt es auch auf politischer Ebene so viel Polarisierung, es gibt im Grunde nur richtig oder falsch, und die Menschen sind so stark in ihrem Glauben, dass sie sich voneinander unterscheiden. In dem Song ist die große Kluft, von der man denkt, dass sie zwischen uns Menschen existiert, nicht mehr als ein Stück Papier. Wenn man es also auf den Punkt bringt, sind wir gar nicht so verschieden von anderen. Egal welche Hautfarbe oder welchen Hintergrund wir haben – bluten tun wir alle gleich.

Und manchmal kommt es einfach zu einem Punkt, an dem jeder redet und der Geräuschpegel einfach einen verrückten Schrei erreicht und es zu viel ist. Man weiß nicht mehr, was man sagen soll aber man muss irgendwie weitermachen. Und genau darum geht es bei Bad Blood!

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8. By Your Side

By your side ist ein Song, der auf viele Arten interpretiert werden kann, aber im Kern geht es darum, jemandem mit Respekt zu begegnen, wenn er in einer Notlage ist. Ihm zur Seite zu stehen und ihm durch seine inneren Kämpfe zu helfen. Es ist ein sehr gefühlvoller Track, so wie wir ihn aufgenommen haben. So wie ich ihn ursprünglich geschrieben habe, hat er viel Emotionen in der Gitarre und in den Akkorden – er ist irgendwie rockig mit dem „schalalala“ und ich denke, dass man in dem Song spüren kann, dass ich für jemanden da sein möchte. Und dass ich auch hoffe, dass die Leute für mich da sind, wenn ich sie brauche – denn so ist das Leben, wir haben alle unsere guten und schlechten Zeiten und unsere eigenen Kämpfe.

Wenn es die richtige Zeit und der richtige Song für dich ist, dann hoffe ich, dass By Your Side dir hilft.

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9. Forever

Forever ist auf jeden Fall ein klassisches Liebeslied, aber man kann es auf unterschiedliche Art und Weise interpretieren. Vielleicht hat man gerade jemand Bedeutendes in seinem Leben getroffen und weiß, dass diese Person etwas Besonderes ist, oder es kann auch der erste Moment sein, in dem man seine Kinder trifft, was ziemlich unbeschreiblich ist. Jeder Mensch, der das durchgemacht hat, weiß was ich meine – im ersten Moment, in dem man sein Kind sieht, denkt man irgendwie „wow – du bist ein Teil von mir und ich werde für immer in deinem Leben sein und du wirst bei mir sein bis zum Tag, an dem ich sterbe.“ Das ist ein wunderschönes Gefühl! Beides gibt es in dem Song.

Die andere Seite zu diesem Song ist wie ein persönlicher Kampf, der Refrain handelt sehr von Liebe, aber auch von der Erlösung, wie wenn man ein bisschen verloren ist und immer den falschen Träumen nachjagt und fragwürdige Entscheidungen in seinem Leben trifft und dann die richtige Person findet. Egal ob es dein Partner oder dein Kind ist oder wer dich irgendwie aufweckt, dich auf den richtigen Weg bringt. Es ist also ein Liebeslied, aber auch eines, das aus Mühen entstanden ist, in dem Sinne, dass man auch reif genug sein muss, um zu verstehen, wenn man jemanden getroffen hat, der dein Leben verändern wird. Und daran festzuhalten und sie niemals gehen zu lassen, denn manchmal ist die Liebe nicht einfach – aber sie ist wichtig im Leben.

Wir wussten, wie grenzwertig kitschig dieser Song ist, also wollten wir ihn so aufnehmen, dass er zeitlos ist. Ich habe die Bridge für den Song ganz am Ende geschrieben und ich denke, sie gibt dem Song eine Art Fleetwood Mac-Vibe, der den Song meiner Meinung nach super glaubwürdig macht. Es ist mit Sicherheit der poppigste und mainstreamigste Song, den wir auf dem Album haben, aber gleichzeitig nimmt er einen Platz ein, der auf dem Album notwendig ist und erzählt auch eine Geschichte, die viele Leute mit unserer Band verbinden.

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10. Heavy

Heavy ist eine Mischung aus verschiedenen Emotionen und verschiedenen Dingen in meinem Kopf. Es ist das erste Mal, dass ich angefangen habe, auf der Gitarre in anderer Stimmweise zu schreiben, ich nahm sie einfach in die Hand, verliebte mich in die Akkorde und begann zu schreiben. Das ist einer der ersten Songs, die ich für das Album geschrieben habe, während des ersten Lockdowns, als die Dinge noch sehr frisch und unsicher waren. Ich meine nicht, dass sie jetzt weniger unsicher sind, aber alles befand sich wie in einem Schockzustand.

In der Zeit habe ich mich oft an einen Roadtrip, den ich mit meinem Vater gemacht habe, erinnert, als wir von Utah, Salt Lake City, zurück nach Seattle fuhren, in diesem alten Mercedes, den es in den Staaten gab, ein wunderschöner 450 SLC aus den Siebzigern. In diesem Auto flog man einfach. Wir fuhren damit in die Wüste und entlang des Snake Rivers und über die Berge – es war ein wunderschönes Erlebnis und es war der erste lange Roadtrip, den ich mit meinem Vater machte. Das war eine tolle Verbindung zwischen uns und ich erinnere mich daran, dass es so verdammt heiß war, ohne Klimaanlage in dem alten Ding – dann sind wir oft ausgestiegen und in den Fluss gesprungen, dann lufttrocknend zurück ins Auto mit heruntergelassenen Fenstern und weitergefahren, das ist eine schöne Art des Wild West Roadtrip und eine wirklich tolle Erinnerung für mich.

Der Chorus ist wie ein Umarmen dieser Angst, der Ungewissheit, gerade jetzt, wo die Dinge schwer werden. Es fühlt sich so an, als ob wir langsam die Kontrolle verlieren und nicht wissen, wie die Dinge in der Zukunft aussehen werden, ich meine, ein Jahr später ist es genauso wie am Anfang des Lockdowns, sogar noch unsicherer.

Im Grunde genommen geht es im Song nicht nur um meinen Vater, sondern um jeden, den man liebt, den ich brauche, um mich am Laufen zu halten, um mich in gewisser Weise gesund zu halten. Bei Heavy geht es also darum, jemanden in seinem Leben zu haben, der einem durch die schlechten Zeiten hindurch hilft, aber auch darum, die Schönheit der Vergangenheit zu reflektieren und an den Momenten festzuhalten, die einen in Zeiten der Ungewissheit glücklich machen.

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11. Gold to Me

Gold to me ist ein Song über das erste Mal, als ich meine Frau hier in Berlin kennengelernt habe. Sie ist aus Berlin und wir haben uns in einer Bar im Prenzlauer Berg getroffen, ich weiß gar nicht, ob es die noch gibt… dabei hat es sehr schnell Klick gemacht. Und es hat sich zu etwas entwickelt, das grundlegend in meinem Leben ist. Ich könnte so viele andere Dinge im Leben loslassen, ob es nun Reichtum ist oder Sicherheit oder ein Zuhause, ein Dach über dem Kopf – all diese Dinge, die essentiell sind, aber auf eine Art auch oberflächlich, weil wir uns haben und das ist das Wichtigste im Leben.

In der zweiten Strophe erkenne ich, dass es nicht immer einfach war, dass wir unsere Zeiten hatten, in denen wir uns nicht auf Augenhöhe begegnet sind, aber das, was wir haben, echt ist. Und alles im Leben ist nicht immer einfach, aber wenn es echt ist, wird es dadurch auch so angenehm und ich denke, dass es dadurch lange halten wird.

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12. Deadman’s Island

Deadman’s Island ist eine super kleine Insel im Staat Washington, wo ich herkomme. Es ist ein Ort, an dem ich als Kind viel Zeit verbracht habe. Wir sind immer mit dem Boot dorthin gefahren, sind dort geschwommen und haben dort geschlafen, und als wir älter wurden, haben wir dort Partys gefeiert, und jetzt, wo ich Kinder habe, habe ich meine Kinder dorthin gebracht. Es ist ein magischer Platz für mich, es ist eine winzig kleine Insel mit einem kleinen Weg zu einem Plateau oben auf einer Klippe, und es ist super idyllisch und wunderschön, und sie heißt auch Cut’s Island.

Im letzten Jahr konnten wir nirgendwohin reisen, und das ist natürlich hart, und das war eine Art Versuch, dieser Situation zu entfliehen, weg von der Schwere der Welt und der Frustration, mit zwei kleinen Kindern zu Hause festzusitzen und zu versuchen, sie zu unterhalten, alle bei Laune und mich selbst bei Verstand zu halten. Es war einfach eine Art Wunsch, für eine Minute nach Deadman’s Island zurückzukehren.

Und die Art und Weise, wie wir es aufgenommen haben, ist auch sehr leicht und zart – es ist dazu gedacht, dich in einen positiven mentalen Zustand zu versetzen, auch in gewisser Weise meditativ, und dich irgendwie in einen glücklichen Zustand zu versetzen, denn das ist es, was Deadman’s Island für mich ist, egal ob ich physisch oder mental dort bin.

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Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



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