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Veröffentlicht am 7.10.2010 | von David

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DEVIL – Filmkritik

„Das ist nicht gut…“

(Verkäufter – Devil)

Wenn M. Night Shyamalan (The Sixth Sense) irgendwo seine Finger im Spiel hat, weiß man leider heutzutage nicht mehr so recht, ob man sich wirklich darauf freuen soll. Ein Twist am Ende ist gewiss, aber der ganz große Aha-Effekt blieb bei seinen letzten Werken dann doch leider immer mehr auf der Strecke. Da hilft es eigentlich einfach nur, alle Erwartungen einzustampfen und sich objektiv im Kinosessel zurückzulehnen. Da Shyamalan diesmal nur Produktion und Story übernahm und Regie sowieso von einem anderen führen ließ, fällt dies vielleicht sogar noch etwas leichter.

Die grundlegende Geschichte von „Devil“, dem ersten Teil einer, unter dem Namen „Night Chronicles“ geplanten, Trilogie, ist schnell erzählt. Comcast Center, Philadelphia: Fünf allesamt extrem unterschiedliche Figuren betreten zusammen einen Aufzug, der kurz darauf den Betrieb einstellt. Doch nicht genug damit müssen sie bald feststellen, dass das Böse, ja der titelgebende Teufel höchstpersönlich unter ihnen weilt und nichts besseres im Sinn hat, als einen nach dem anderen von ihnen um die Ecke zu bringen.

Von der beeindruckenden Titelsequenz, mit den auf dem Kopf stehenden Aufnahmen von Philadelphia, bis zur großen Auflösung entwickelt sich hier ein spannendes Kammerspiel, das es trotz sehr begrenzter Schauplätze versteht, den Zuschauer durchweg zu fesseln. Die manchmal etwas eindimensionalen Charaktere werden dabei überzeugend von der soliden Darstellerriege in Szene gesetzt. Hervorzuheben bleibt dabei auch die großartige Kameraarbeit, die es versteht, Hochglanzoptik und schicke Kamerafahrten mit beklemmenden subjektiven Einstellungen zu kombinieren. Alles in allem ist „Devil“ ein gelungener Suspense-Streifen, ohne dabei wirklich neue Maßstäbe zu setzen. Trotzdem verlässt man das Kino am Ende etwas klaustrophobischer als man es betreten hat.

Devil (USA 2010)
Regie: John Erick Dowdle
Darsteller: Chris Messina, Logan Marshall-Green, Jenny O’Hara, Bojana Novakovic, Bokeem Woodbine
Kino-Start: 25. November 2010

httpvh://www.youtube.com/watch?v=-oFuZSSg8VI

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