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Veröffentlicht am 22.07.2011 | von Dominik

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MORNING GLORY – Filmkritik

Ich sag auf keinen Fall das Wort ‚flauschig‘!

(Mike Pomeroy – Morning Glory)

Früh aufstehen zu müssen ist für manche Menschen so attraktiv, wie Kryptonit für Superman. Nicht so für Becky Fuller (Rachel McAdams). Die TV-Produzentin lebt ihren Job und zwar so sehr, dass sie als erstes kommt und als letztes geht. Vielmehr hat die hübsche junge Frau nicht in ihrem Leben, keinen Freund, nur ab und zu kurze Dates, die dann aber schnell wieder von ihrem Berufsleben abgeschreckt werden. Und so sitzt Becky auch kurze Zeit später in ihrem Zimmer, zuhause bei ihren Eltern, vor einer lähmenden Leere, nachdem man ihr Hals über Kopf gekündigt hat.

Doch nach kurzem Kopf in den Sand stecken, längerem Herumtelefonieren und mehr schlechten als rechten Vorstellungsgesprächen, in denen sich Becky als willige, überhektische und mittel bis komplett Wahnsinnige darstellt, ist der nächste Job an Land gezogen: Becky wird Produzentin einer landesweiten Morgenshow. Aufstieg? Mitnichten, ‚Daybreak‘ ist uncool und steht kurz vor der Absetzung – letzte Chance Becky. Doch wer hätte es gedacht – auch im TV-Business trifft man auf einige Egos und eine junge Produzentin ohne größeren Ruf steht nicht sehr hoch im Kurs der Ex-Beauty-Queen und Moderatorin Peck (Diane Keaton). Als sie dann auch noch Nachrichten-Urgestein Mike Pomeroy (Harrison Ford) per Vertrags-Zwangsklausel ins Boot holt ist das Chaos vollständig. Die beiden Moderatoren hassen sich, Pomeroy hält das Morgenmagazin für sinnlos und trivial und überhaupt die Quoten sinken weiter. Da hilft es auch nicht, dass Becky mit Adam Bennett (Patrick Wilson) endlich einen Mann findet, der nicht direkt vor ihr flieht. Eine Lösung muss her, am besten eine drastische. Sonst heißt es wieder Kopf in den Sand stecken…

Ein liebliches Pflänzchen aus der Kleinstadt, muss im düstern Industriegarten der Großstadt mit den Egos der Verrückten klar kommen und ihren Weg gehen? ‚Morning Glory‚ erfindet das Rad wahrlich nicht neu, eher köchelt die Autorin von ‚Der Teufel trägt Prada‘ eine bewährte Geschichte auf, in leicht neuem Gewand und mit neuen Gesichtern. Dass diese dann auch noch namenhaft sind und gut schauspielern können, macht es ‚Notting Hill‚-Regisseur Roger Michell leicht. Und so ist aus ‚Morning Glory‚ ein guter, aber dennoch irgendwie entbehrlicher Film geworden. Eigentlich schade, hätte man doch anstatt Mode- zu Film-Business vielleicht einfach nur die Drehbuchautorin austauschen müssen. Vielleicht sollte man darüber mal einen Film machen: Einfallslosigkeit…

Morning Glory (USA 2010)
Regie: Roger Michell
Darsteller: Rachel McAdams, Harrison Ford, Diane Keaton, Patrick Wilson, Jeff Goldblum
DVD-VÖ: 7. Juli 2011, Paramount Home Entertainment

httpvh://www.youtube.com/watch?v=80PMsiaK2D8

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Über den Autor

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