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Veröffentlicht am 29.07.2015 | von Christian Weining

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GENGAHR – A Dream Outside

Cover your eyes with your hand
Breathe in and start to count
Footsteps fade out as you run
Search all you like now I’m gone
Harshness all words overcome
Left to the warmth of the sun

(Gengahr – Embers)

Gengahr. Vier Jungs aus London, die sich in Richtung Indie Pop eingliedern lassen ohne dabei alle Klischees und Merkmale zu erfüllen. Ihr Debütalbum ‚A Dream Outside‚ kommt frisch und abwechslungsreich daher und eines steht fest: Die Jungs haben Ahnung was sie da machen und das hört man. Und das macht Freude. Zwei Jahre nach Gründung ist jetzt ihr erstes Album bei Transgressive Records erschienen und an verschiedenen Stellen werde sie auch als einer der Newcomer des Jahres gefeiert.

Mit ‚Dizzy Ghosts‚ startet das Album mit eigängiger Melodie und einer vergleichsweisen rockigen Band. Was gleich auffällt ist, dass die Stimme von Felix Bushe sehr besonders, nämlich sehr hoch ist, was durchaus nicht jeder lieben muss. Aber es passt einfach und spätestens beim zweiten Song ‚She’s A Witch‚ will man sie nicht mehr missen. Im nächsten Song ‚Heroine‚ beweisen die Jungs nicht zum letzten mal auf dem Album, dass sie das Ding mit dem Groove raushaben. Schlagzeug und Bass ergänzen sich in einem feinen Beat. Ähnlich so bei ‚Bathed In A Light‚, dass vom Beat her fast an Hip Hop erinnert. Die Stimme und Melodie sind hier ziemlich creepy. Ganz besonders wird das unterstützt von etwas orgelartigem, dass im Gesamtklang irgendwie an ‚Riders On The Storm‚ erinnert. Sehr schön.

Bei ‚Where I Lie‚ findet sich genau diese schaurige Stimmung dann auch im Text: „The monster I see, grew deep inside of me and now when I leave, it takes control of me“ singt Bushe im Refrain. Weiter geht es mit ‚Dark Star‚. Hier befinden wir uns auf dem Höhepunkt des Grooves. Bis auf ein paar schimmernde Worte im Hintergrund ist das Stück instrumental und man kann nicht anders als mit dem Kopf zu nicken oder auf den Tisch zu trommeln. Unterstützt wird das ganze von einem eingängigen Gitarren Riff und immer wieder erscheinende Echos der Stimme und anderen Sounds. Es könnte gerne noch etwas länger gehen. Das muss man erst einmal nachmachen. ‚Embers‚ mit einem zurückhaltenden aber schnellen Beat und der verträumten Stimme vom Frontmann macht genau so Spaß. Während ‚Powder‚ weniger beatlastig aus dem Gesamtbild etwas heraus fällt, kann man bei ‚Fill My Gums With Blood‚ die Füße wieder nicht still halten, während Bushe lyrisch weiter auf der Horror Schiene fährt.

Mit ‚Lonely As A Shark‚ und ‚Trampoline‚ findet die Platte dann einen schönen ruhigen Abschluss, bei dem noch einmal alles dabei ist. ‚A Dream Outside‘ ist kurz eine zarte Stimme, lyrisch zwischen Horror, Phantasie und dem Hier und Jetzt, durchdachte verspielte Gitarren Sounds, meist ein etwas überraschender virtuoser instrumental Part kurz vor Schluss und vor allem sehr gut ausgearbeitete Beats zum entspannen oder mittanzen. Gengahr groovet. Wir haben Bock auf mehr!

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Gengahr – A Dream Outside
VÖ: 12. Juni 2015, Transgressive
www.gengahr.com
www.facebook.com/gengahrband

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