Kritik

Veröffentlicht am 25.01.2016 | von Dominik

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DATING QUEEN – Filmkritik

Dating Queen - Filmkritik

Monogamie ist unrealistisch!

(Gordon – Dating Queen)

Ob man will oder nicht – durch Erziehung und unbewusste Nachahmung übernehmen Kinder die ein oder andere, teilweise leider auch nicht so positive Eigenschaft von ihren Eltern. Anders ist es auch nicht bei Amy (Amy Schumer), die schon als junges Mädchen zusammen mit ihrer Schwester von ihrem Vater Gordon (Colin Quinn) gepredigt bekommt, dass Monogamie Zeitverschwendung ist und man doch lieber mit allen interessanten „Spielzeugen“ spielen soll, anstatt nur dem einen. Gesagt, getan. Denn auch Jahre später „spielt“ Amy noch mit diversen interessanten Spielzeugen und hüpft durch die Betten ihrer One-Night-Stands.

Als ihr Freund davon erfährt ist sie ihn auch los, was die Redakteurin eines Life-Style-Magazins aber auch nicht weiter stört. Denn den nächsten Lover hat sie schon im Visier – nämlich den renommierten Sportmediziner Aaron Connors (Bill Hader). Eben über diesen soll sie eigentlich eine Reportage schreiben, landet aber nach ein paar Gläsern mit ihm in der Kiste. Doch entgegen ihrer sonstigen Männergeschichten, scheint der gerade geschiedene Connors der Dating Queen die Flügel zu nehmen. Doch Amy, wäre nicht Amy, wenn sie sich nicht selbst im Wege stehen würde.

Judd Apatow, der schon mit seinen vorherigen Komödien-Werken als Regisseur gerne ein Auge auf das Single-Leben nach dem Teenager-Alter (‚Jungfrau (40), männlich, sucht‚) oder aber auch auf das Erwachsenwerden (‚Beim ersten Mal‚) warf, versucht mit ‚Dating Queen‚ an seine bisherigen Erfolge anzuknüpfen…und ja, oberflächlich betrachtet hat er bei dem Kinodebüt von Comedy-Star Amy Schumer, die auch für das Drehbuch verantwortlich ist, handwerklich nicht viel falsch gemacht. Doch leider wirken seine Hauptcharaktere nicht wirklich sympathisch und trotz einer Laufzeit von über zwei Stunden im Director’s Cut werden die meisten Probleme und Hürden nur oberflächlich abgehandelt und durchgewunken. Und das, obwohl ein Großteil der Story fast schon autobiografisch aus dem Leben der Hauptdarstellerin scheint, die selbst Scheidungskind ist und einen an MS-erkrankten Vater hat. Doch letztlich ging es den beiden Machern bei ‚Dating Queen‘ wohl darum eine lichtfüßige Komödie zu machen und kein Drama…und zumindest das haben sie geschafft. Damit ist der Film sowas wie eine ungehobeltere und bodenständigere Variante von Sex And The City, nur ohne all das Bling-Bling, das Make-Up und die Fashion Week.

3von5

Dating Queen (USA 2015)
Regie: Judd Apatow
Darsteller: Amy Schumer, Bill Hader, Tilda Swinton, John Cena, Brie Larson, Colin Quinn
VÖ: 21. Januar 2016, Universal Pictures

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