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Veröffentlicht am 9.05.2016 | von Lara

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RY X – Dawn

Ry X - Dawn CD-Kritik

Coming for the cold
Buried under the heat
Lay you on the floor
Heavy like the forcement on earth
Coming like a rose
Tell me like a beast
Hold me on the floor
Heavy like the forcement on earth
I was a ghost
Hand to inflate
Kneeling
There of the heart
God wondered too
Feeling

(RY X – Only)

Der australische Sänger Ry Cuming alias RY X begibt sich endlich wieder auf Solopfaden und präsentiert sein zweites Album ‚Dawn‚. Nach musikalischen Ausflügen mit seinen Bands Howling und The Acid steht nun eine Soloplatte in den Startlöchern. ‚Dawn‘ ist wie zu erwarten ein virtuoses Werk aus schönen Klavier-und Geigenmelodien und feiner Elektronik.

Seit dem kleinen Hit ‚Howling‚ von 2012 ist RX X äußerst beliebt, besonders in der Berliner Musikszene. Der gebürtige Australier verbrachte einige Jahre in der Hauptstadt und lernte so auch Frank Wiedemann kennen, der mit ihm das Elektronik-Duo Howling gründete. Ebenfalls tat sich RY X mit zwei Produzenten als The Acid zusammen, die 2014 ihr fulminantes Debüt ‚Liminal‚ herausbrachten. Nun ist es wieder Zeit für ein Soloalbum. Die ‚Berlin‚-EP von 2013 lieferte mit schwelgend schönen Folkstücken bereits einen Vorgeschmack.

Schaut man sich die Tracklist auf ‚Dawn‘ an, stößt man auf schon bekannte Lieder: ‚Shortline‚ und ‚Howling‚, die bereits mit der Band Howling aufgenommen wurden, sowie ‚Berlin‚ von der gleichnamigen Solo-EP. Scheinbar mag der Sänger diese Songs so gerne, dass er sie immer wieder in neuer Vertonung auf Platte nimmt. Oder er ist einfach nur etwas bequem. Der Opener ‚Dawn‚ ist ein reines orchestrales Stück, das schon die passende Melancholie und Dramatik für die Platte vorlegt. Ebenso ‚Only‚, eine betörende Ballade, die durch Rys feinfühlige Stimme getragen wird. Mystisch und zugleich verzaubernd. ‚Beacon‚ beginnt mit der gleichen Geigenmelodie von ‚Dawn‘ und baut sich zu einem großflächigen Folk-Stück auf, auf dem die Instrumente wie ein Echo durch den Raum hallen.

Auf ‚Dawn‘ finden sich auch elektronische Songs wie ‚Deliverance‚, das zur Mitte hin mit einem Deep-House-Beat auffährt und sich gut in einem Berliner Techno-Club machen würde. Auch das mehr Synthie-lastige ‚Haste‚ führt den Zuhörer in pulsierende Elektro-Sphären. „Turn off the lights and lean, turn off the lights and come back“, singt RY X auf dem siebeneinhalbminütigen ‚Lean‚, das mit lauten Drums und plätscherndem Klavier die Platte abschließt.

‚Dawn‘ ist eine schön-melancholische Platte, die die Themen um Liebe, Sehnsucht und Wünsche einfühlsam vertont. Für schummrige, ruhige Stunden genau das Richtige.

4von5

Ry X – Dawn
VÖ: 6. Mai 2016, Infectious Music
www.ry-x.com
www.facebook.com/RYXmusic

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