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Veröffentlicht am 15.07.2016 | von Sophia Sailer

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SHURA – Nothing’s Real

Shura - Nothing's Real CD-Kritik

I wanna touch you but I’m too late
I wanna touch you but there’s history
I can’t believe that it’s been three years
Now when I see you it’s so bittersweet

(Shura – Touch)

Wikipedia sagt, Shura ist eine britische Sängerin, Musikproduzentin und Songwriterin im Bereich der elektronischen Popmusik und heißt bürgerlich Aleksandra Lilah Yakunina-Denton. Schon 2014 hat sie ihre erste Single ‚Touch‚ veröffentlicht. Jetzt folgt das dazugehörige Debüt ‚Nothing’s Real‚.

Der erste tatsächliche und zugleich titelgebenden Song ‚Nothing’s Real‚ gibt direkt die grobe Richtung vor: liebestrunkener, eingängiger Pop. Der zweite Song untermauert jegliche Befürchtungen des Hörers: „I don’t wanna let you love somebody else but me“ singt Delton da. Nunja, wir werden sehen. Ganz überraschend kommt das ja nicht: ‚Touch‘ kündigte damals schon an, wie das Album vermutlich klingen würde, hat aber dennoch diesen leichten, emotionalen R’n’B-Einschlag, der beim Rest des Albums verloren ging.

Das ganze Album wirkt wie eine Reminiszenz an vergangene Dekaden – und das ganz bewusst. Auf ihrer Homepage begrüßt einen die im Jugendzimmer sitzende Delton mit den Worten „Welcome to my Shuniverse“, umgeben von einem alten PC, Kassettenrecorder und Skateboard. Mit sprühenden Synthies und Disco-Elementen zeichnet sie genau das selbe Bild in Klanggestalt. In ‚2Shy‚ und ‚White Light‚ wirkt das wiederum schon wieder so überzogen, dass man Gefallen daran finden kann. In weiten Teilen des Albums bleibt das aber aus. Jeder Ton sitzt an seiner Stelle – und lässt so gar keinen Platz für ein kurzes Stocken, ein bisschen Reibung, einem erneuten Hinhören. Man denkt sich zwar bei keinem Song „Okey, das ist jetzt wirklich furchtbar“, aber eben auch nicht das Gegenteil. Sie bleibt eben an der Oberfläche und rührt in bereits Bekanntem.

In manchen Fällen ist es ganz wunderbar, wenn sich über ein Album sagen lässt, dass es einfach so durchläuft, wie Kaffee durch den Filter. Manchmal ist es aber auch das Gegenteil. Nichts gegen schmalzige Texte, simple Hooks und Pop-Sound – es gibt Künstler, die haben daraus was ganz wunderbares geschaffen. Aber bei Shura kann ich leider nicht mitziehen.

2von5

Shura – Nothing’s Real
VÖ: 8. Juli, Polydor
www.weareshura.com
www.facebook.com/shuramusic


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