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Veröffentlicht am 12.10.2016 | von Sophia Sailer

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BANKS – The Altar

Banks - The Altar CD-Kritik

Cause I fuck with myself more than anybody else
It’s all love
I used to care what you think about me
It’s all love
Cause my Love is so good
So I fuck with myself more than anybody else

(Banks – Fuck With Myself)

2013 hat die amerikanische Sängerin mit ‚Goddess‚ ein Debüt hingelegt, bei der der restlichen Popwelt der Atem stockte. Ihr zärtlicher, oft flüsternder und mal schon fast zittriger Gesang ist in schummrige Nebelschwaden getaucht und steht in schönem Gegensatz zu ihren selbstbewussten Statements. Das erinnert an FKA twigs? So klingt ihr erstes Album auch. Etwas poppiger, hittiger, klarer strukturiert. Auf ihrer neuen und damit zweiten Platte ‚The Altar‚ hält Banks an diesem Erfolgsrezept fest. Trotzdem geht die Rechnung nicht so perfekt auf, wie noch vor zwei Jahren.

Das, obwohl sie mit ‚Gemini Feed‚ und ‚Fuck With Myself‚ die Erwartungen deutlich hochschraubte: Der erste Song wurde von SOHN produziert und schnellte somit sogleich an die Spitze meiner diesjährigen Favoriten. Auch mit der zweiten Single-Auskopplung wurde man nicht enttäuscht. Ein bisschen creepy, ganz schön selbstbewusst und dann auch noch ein ein Ohrwurm. Bei ‚Lovesick‚ geh ich auch noch mit. Aber was war denn nur bei ‚Trainwreck‚ los? Und bei ‚This Is Not About Us‚? Klingt nach Dorfdisko. Unvorstellbar, dass die Songs sich auf der gleichen Platte befinden wie das klinisch reine ‚Gemini Feed‘. Zum Ende hin nimmt Banks dann wieder ein wenig an Tempo raus, was so viel heißt wie: Balladen, Streicher, Chöre, Gitarren. Dazwischen ‚Judas‚, das schwer an The Weeknd erinnert und auch ‚Poltergeist‚ kommt nicht ohne Parallelen zu dem R’n’B-Sänger aus.

‚The Altar‘ bewegt sich zwischen grandios und grausig. Ganz oft driftet das Album aber auch in die Belanglosigkeit. Vielleicht ist es der Fluch der zweiten Veröffentlichung, vielleicht wurde es aber auch einfach nur mit der heißen Nadel gestrickt. Wahrscheinlich irgendwas in der Mitte.

1-2von5

Banks – The Altar
VÖ: 30. September 2016, Capitol
www.hernameisbanks.com
www.facebook.com/hernameisbanks

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