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Veröffentlicht am 7.10.2016 | von Lara

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DEVENDRA BANHART – Ape in Pink Marble

Devendra Banhart - Ape in Pink Marble CD-Kritik

And the voice comes disembodied
Nothing there but you can hear it
You know how to numb the wound
But you don’t know how to heal it
Tryin‘ waiting for hours, days and years
You keep waiting but no one’s ever gonna show up here
Please don’t love me because, don’t love me because
You’re through hating you
Please don’t love me because, don’t love me because
You’re through hating you

(Devendra Banhart – Saturday Night)

Mr. Freakfolk Devendra Banhart meldet sich nach drei Jahren Pause mit seinem neunten Album ‚Ape in Pink Marble‚ zurück. Wie schon der Vorgänger ‚Mala‚ zeigte, ist Banhart nicht mehr so ganz weirdo unterwegs wie etwa zu seinen Bestzeiten mit ‚Cripple Crow‚ und ‚Smokey Rolls Down Thunder Mountain‚. Er ist gemäßigt geworden— heißt jedoch nicht spießig. Devendras charmante Mischung aus Lo-Fi Folk und etwas verrückten Lyrics bleibt auch hier erhalten. Nur ist ‚Ape in Pink Marble‘ noch mal deutlich ruhiger und düsterer als das fröhliche ‚Mala‘ von 2013.

Dies hört man schon auf dem Opener ‚Middle Names‚, das nur mit Gitarre und Devendras Stimme zart dahin plätschert. „And I can see you now, sitting there in front of the station, feel the rain fall down again„, singt Banhart melancholisch während Windgeräusche im Hintergrund ertönen. Schön traurig.

Das neue Album ist hauptsächlich vom Leben in L.A. inspiriert. So erzählt die Platte von einer limettengrün gekleideten tawainesischen Frau oder einem herumreisenden ‚Fancy Man‚. Hier kommt wieder seine Weirdo-Seite heraus. ‚Saturday Night‚ ist ein fast schon radiotaugliches, ruhiges Stück, das auf wenige Instrumente reduziert ist. Erzählt wird von warmen L.A. Nächten mit seiner ambivalenten Stimmung. Beschwingter geht es auf ‚John Lends A Hand‚ zu, das sehr von Bossa Nova inspiriert und ein toller Gute-Laune-Song ist. Zu guter Letzt bringt ‚Celebration‚ einen schönen Ausklang, bei dem Banhart nur den Songtitel singt und sonst die Synthies schwingen lässt.

Banhart vermischt auf ‚Ape in Pink Marble‘ Süßes und Groteskes und zaubert daraus erneut ein herrliches Freakfolk-Werk.

4von5

Devendra Banhart – Ape in Pink Marble
VÖ: 23. September, Warner Music
www.devendrabanhart.com

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