Kritik no image

Veröffentlicht am 7.02.2017 | von Dominik

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INTO THE FOREST – Filmkritik

Nichts funktioniert mehr!

(Nachrichten-Sprecher – Into The Forest)

Fällt ein Film in das Genre „Endzeit-Film“ hat man automatisch Bilder von zerstörten Landschaften, ausgestorbenen Großstädten, Überlebenskampf und überhaupt monumentalen Filmstoff im Kopf. Doch mit Into The Forest haben die Macher des kanadischen Films einen anderen Weg gewählt und zeigen vielmehr ein Drama, in besonderen Zeiten und ziehen sich an den Rand der Gesellschaft, in den Wald zurück!

In der nahen Zukunft sorgen Stromausfälle und die Benzin- und Rohstoff-Knappheit immer wieder für Unruhen, bis auf ein mal gar nichts mehr geht. Kein Strom, kein Benzin und Chaos überall, denn in der technisierten Welt funktioniert nichts mehr. Am Rande der Gesellschaft im tiefen Wald mit ihrem Vater lebend, bekommen zwei ungleiche Schwestern (Ellen Page & Evan Rachel Wood) nicht viel davon mit, was in der Welt passiert. Sie haben genug zu Essen, Hühner und den Walt, mit seinen Beeren und Wurzeln. Doch auch an ihnen zerrt die Situation immer mehr, keinen Kontakt mit ihren Freunden zu haben, keine Medikamente und als ihr Vater durch einen Unfall stirbt, sind die beiden Schwestern auf sich gestellt im Überlebenskampf.

Entgegen anderer Endzeit-Filme lässt es Into The Forest sehr ruhig angehen und entfaltet sich als teilweise eher schleppendes, dabei aber geradezu intimes Charakter-Stück und Familien-Drama, das nur am Rande der Kulisse des Weltuntergangs spielt und immer mal wieder davon eingeholt wird. Leicht anzuschauen ist das nicht immer und auch die Handlung überzeugt nicht gerade durch ihre außergewöhnlichen Plot-Twists und dennoch fügt der Film einem Genre voller Action-Bombast ein menschliches Drama hinzu, bei dem gerade die beiden Hauptdarstellerinnen voll in ihren Rollen aufgehen. Wer sich an leise und schwere Dramen traut, darf hier also einen Blick riskieren.

Into The Forest (Can 2015)
Regie: Patricia Rozema
Darsteller: Ellen Page, Evan Rachel Wood, Callum Keith Rennie, Max Minghella, Robert Michael Eklund
Heimkino-VÖ: 17. Februar 2017, Capelight Pictures

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Über den Autor

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