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Veröffentlicht am 17.11.2017 | von Lara

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TAYLOR SWIFT – Reputation

I don’t like your little games
Don’t like your tilted stage
The role you made me play
Of the fool, no, I don’t like you
I don’t like your perfect crime
How you laugh when you lie
You said the gun was mine
Isn’t cool, no, I don’t like you (oh!)
But I got smarter, I got harder in the nick of time
Honey, I rose up from the dead, I do it all the time
I’ve got a list of names and yours is in red, underlined
I check it once, then I check it twice, oh!

(Taylor Swift – Look What You Made Me Do)

Taylor Swift ist erwachsen geworden: Mit ihrem neuen Album Reputation verabschiedet sich die Sängerin endgültig vom Teenie-Image und schlägt ernstere Töne an. Kein kitschiger Country-Pop mehr, sondern düstere R’n’B Sounds mit coolen elektronischen Vibes. Steht ihr gut.

Dass Swift nun nicht mehr das All-American-Girl spielt, liegt wohl an den letzten turbulenten Jahren seit ihrem Erfolgsalbum 1989 von 2014. Öffentlichkeitswirksame Beziehungen, ihre berühmten Feindschaften mit Kanye West und Katy Perry und der Lizenz-Streit mit Spotify sorgten für Schlagzeilen. Dieses Jahr war es sehr ruhig um die 27jährige gworden, bis sie sich im Herbst mit ihrer ersten Single Look What You Made Me Do zurückmeldete. Dieser Song steht wohl Pate für das ganze Album. „I don’t like your little games, don’t like your tilted stage, the role you made me play, of the fool, no, I don’t like you“, heißt es am Anfang. Swift rechnet hier mit ihren Hatern ab. Der Sound ist ebenso ungewöhnlich. Dramatische Elektronik mit tiefem Bass. Die Auseinandersetzung mit ihrem Ruf durchzieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album. Auf End Game featuring Future und Ed Sheeran singt sie: „Big reputation, big reputation, ooh, you and me, we got big reputations, aah, and you heard about me, ooh, I got some big enemies (yeah).“ Catchige R’n’B Beats machen den Song zu einem runden Stück. Fast rappt Taylor hier sogar. Es sieht so aus, als ob sie entschlossen ihr Image ändern möchte, zumindest musikalisch. Schnulzige Songs, die man von alten Alben kennt, sind auf Reputation gar nicht mehr zu finden. Stattdessen gibt sich Swift stark und selbstbewusst. …Ready For It? ist noch bombastischer als Bad Blood und überzeugt mit guten Hooks und starker Stimme.

Natürlich kommt die Liebe als Thema auch nicht zu kurz. Auf Gorgeous schwärmt Swift von einem Typen, den sie nicht haben kann und nimmt sich selbst aufs Korn. Ähnlich wie Blank Space von 1989. „There’s nothing I hate more than what I can’t have, guess I’ll just stumble on home to my cats„, heißt es dort. Egal, was man von ihr halten mag, authentische Lyrics schreiben kann sie. Es bleibt weiterhin ein Geheimnis, inwieweit die Songs autobiografisch sind. Call It What You Want ist eine schöne Liebeshymne, auf der Swift ihren Liebsten verteidigt. Auch hier klingt sie nicht mehr naiv und verträumt, sondern entschlossen und stark.

Mit Reputation zementiert Taylor Swift endgültig ihre Fähigkeiten als sehr gute Songschreiberin. Außerdem scheint ihre Zeit als brave Pop-Prinzessin vorbei zu sein. Klangen einige Songs auf 1989 noch sehr jugendlich, so überzeugt jedes Stück auf der neuen Platte durch Reife. Natürlich überlässt Swift nichts dem Zufall und das ganze Marketing um die Platte ist wohl gut kalkuliert. Da wird es wieder Auszeichnungen regnen. Egal also, wie Swift als Person erscheinen mag, ihre Musik darf nicht unterschätzt werden. Reputation ist sicherlich die beste Platte ihrer bisherigen Karriere.

Taylor Swift – Reputation
VÖ: 10. November 2017, Big Machine Records
www.taylorswift.com
www.facebook.com/TaylorSwift

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