Buchvorstellung

Veröffentlicht am 7.03.2018 | von Tobias

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RAY CELESTIN – Höllenjazz in New Orleans

New Orleans, 1919: Ein Serienkiller treibt sein Unwesen, dieser hat sein eigenen Markenzeichen und geht äußerst bestialisch vor. Sein Mordwaffe ist jedes Mal eine Axt und am Tatort hinterlässt er Tarotkarten. Schon bald hat er den Namen „Axeman-Mörder“. Detective Michael Talbot ist dafür zuständig, den Mörder zu finden, stößt aber immer mehr an seine Grenzen. Zu geschickt geht der Mörder vor. Aber nicht nur Talbot ist auf der Jagd, sondern auch Polizist Luca D’Andrea. Dieser ist im Auftrag der Mafia auf den Spuren des Axeman. Aber auch die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur ist plötzlich mit ihrem besten Freund Louis Armstrong in den Fall verwickelt, da sie durch Zufall über einen Hinweis gestolpert ist. Alle beteiligten kommen dem Mörder immer näher, als dieser plötzlich die Bewohner New Orleans herausfordert: Spielt Jazz, oder ich bringe euch um.

Mit Höllenjazz in New Orleans hat Ray Celestin seinen Debütroman vorgelegt und dieser kann sich wirklich sehen lassen. Mit 512 Seiten wirkt er zunächst einmal sehr wuchtig. Beim lesen aber kommt fast gar keine Langeweile auf. Gekonnt verbindet er Fiktion und Realität. Weil die beschriebenen Axeman Morde sind wirklich passiert und bis heute auch nicht eindeutig aufgeklärt. Wer also eh ein Faible für solch mysteriöse Geschichten hat, wird hier noch mehr auf seine Kosten kommen.

Neben der eigentlichen Geschichte, etabliert Celestin sehr viele Figuren. Das verwirrt stellenweise und kostet durchaus einiges an Konzentration um den roten Faden und alle Verbindungen nicht aus dem Auge zu verlieren. Dieser Umstand ist zum einen angenehm, weil es aus die klischeemäßigen Aufbau einen Crime-Romans ausbricht, ist aber stellenweise einfach zu viel.

Ray Celestin ist ein unterhaltsamer Roman gelungen, der versucht die üblichen Klischees des Genres zu überwinden und neuen Schwung in die Erzählstruktur zu bringen. Zu weiten Teilen ist dies hervorragend gelungen. Zum Teil werden aber nach wie vor Klischees bedient, die einige Leser wahrscheinlich sehr schnell langweilen werden.

Ray Celestin – Höllenjazz in New Orleans
gebundene Ausgabe, 512 Seiten
ISBN-10: 3492060862
Piper Paperback, Auflage: 1 (01. März 2018)
16,00 EUR
https://www.piper.de

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