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Veröffentlicht am 20.04.2018 | von Eva-Marie

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L.A. SALAMI – The City Of Bootmakers


Foto-© David Richardson

I heard that Brick Lane
was the place to be seen if you weren’t lame,
So I took the train and I made my way,
But when I got there everyone had done the same –
Oh, It was such a shame because I was in pain,
Cos these skinny jeans were so tight around my waist –
As was generally in with the current taste in this fixed game…
Cos if the workers play’s here then you’re gonna need a place to stay…
And we’re all willing to pay
If the price is sane
But the free-to-buy landlords up and raised the stakes
To a height we just can’t make…

So the cash flows from the out-of-towners come in
With their hands in their parents pocket for their day to day…
But that’s okay

(L.A. Salami – Brick Lane)

Okay, sind wir ehrlich, L.A. Salami ist der Typ, auf den wir alle gewartet haben. Wurde in den letzten vierzig Jahren in zig Plattenkritiken darüber nachgedacht, ob das jetzt der neue Bob Dylan sein könnte oder nicht, steht er nun vor uns. Es geht auch gar nicht darum, ob man Bob Dylan jetzt mag oder nicht, aber sein Einfluss ist unbestritten. Lookman Adekunle Salami steht genau in dieser Tradition, aber in seinen eigenen Fußstapfen.

Nach einem Intro manifestiert Generation L(ost) das Leitthema des Albums, denn hier umreißt er erstmal das große Ganze, bevor er mit seinen Lyrics expliziter wird und in seinen Songs politische Unruhen, soziale Ungerechtigkeiten und polemische Beobachten besingt. Obwohl die Generation lost ist, ist der Sound unerwartet angetrieben und fröhlich und Stimmung und Stimme sind bei diesem Song eher bei Indiebands der 2000er anzusiedeln. Klassischer in Sachen Singer/Songwriter-Musik wird es dann bei Who’s Cursing Us Now?, der im typischen Erzähltempo die Akustikgitarre den Takt angeben lässt und durch ein eingängiges Riff auf der E-Gitarre angereichert wird.

An Tempo gewinnt die Platte dann wieder bei Terrorism! (The Isis Crisis) und hier besingt er das Thema, das, wie er selbst sagt, sowieso in aller Munde ist: „Dictators fall when they cease to exchange , Money in our name, And bombs are just a symptom of, The way we play the game.“ Kritik am next big thing gibt es dann bei Brick Lane, der im übrigen wirklich einer dieser klaren Bob-Dylan-Referenzen ist, Kritik an Groß-Britannien gibt es beim laid back Song England Is Unwell: „They are so frustrated because England means equality for all, But they’re a walking contradiction cos you aren’t so equal when you’re poor.“

Die Platte versprüht trotz all der ernsten und schwierigen Themen eine gewisse Zuversicht. Sie wird gleichermaßen zusammengehalten von klugen Gedanken, von Wut auf Ungerechtigkeiten, von Enttäuschungen, aber genauso auch von einer Erwartung ans Leben, etwas ändern und besser machen zu können. Daraus speist sich ganz offensichtlich diese Zuversicht, die auch Gedankenspiele wie den Song Science + Buddishm = A Reality You Can Own zulässt. Er ist wahrscheinlich wirklich der Typ, auf den wir alle gewartet haben und man wünscht ihm ganz schlicht allen Erfolg, den das Musikbiz so zu bieten hat.

L.A. Salami – The City Of Bootmakers
VÖ: 13. April 2018, Sunday Best Recordings
www.lasalami.com
www.facebook.com/LASalami

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