Kritik

Veröffentlicht am 22.03.2019 | von Julius Tamm

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IRON SKY: THE COMING RACE – Filmkritik

Erinnert ihr euch noch an Ice Age 3? Hohler Erdkern, Dinosaurier und so weiter? Nehmt noch ein paar Nazis, Echsenmenschen und Ufos dazu und es entsteht Iron Sky: The Coming Race. Genauso trashig, wie es sich anhört, ist es auch, aber auch mindestens so unterhaltsam. Regisseur Timo Vuorensola hat es geschafft, dem Kult-Trash-Film Iron Sky aus dem Jahr 2012 eine würdige Fortsetzung zu schenken.

Knapp 20 Jahre sind vergangen seit die Nazis mit UFOs von der dunklen Seite des Mondes aufgebrochen sind, um die Erde zu erobern. Nach einem atomaren Krieg mit den Weltraum-Faschisten ist der Planet nur noch ein nukleares Wasteland. Die letzten überlebenden Menschen sind auf die Mondbasis der Nazis geflohen und versuchen dort irgendwie zu überleben. Ressourcen sind knapp und die Station ist überbevölkert. Unter der Kontrolle der ehemaligen nationalsozialistischen Idealistin Renate Richter (Julia Dietze) und ihrer Tochter Obi (Lara Rossi) sucht die Menschheit nach einem Ausweg aus ihrer misslichen Lage. Als eines Tages ein Raumschiff mit russischen Überlebenden von der Erde auf dem Mond landet, ändert sich für Obi und die Mondbasis alles. An Bord ist nicht nur der Ingenieur Sasha (Vladimir Burlakov), sondern auch der frühere Mond Führer Wolfgang Kortzfleisch (Udo Kier). Er offenbart Obi, dass alle großen Figuren der Weltgeschichte, einschließlich Adolf Hitler, außerirdische Echsenmenschen sind. Kortzfleisch erzählt Obi außerdem, dass der Erdkern hohl ist und sein Bruder, Adolf Hitler, dort mit den restlichen Aliens lebt. Bei ihm befindet sich auch der Heilige Gral, eine unerschöpfliche Energiequelle, die die Menschheit vor ihrem Schicksal bewahren könnte. Sofort machen sich die junge Abenteurerin und ihre Freunde auf den Weg ins Erdinnere, um ihr Volk zu retten.

Was für eine Story! Vuorensola hat mit Iron Sky: The Coming Race wohl einen der verrücktesten Filme 2019 gedreht. Mit Weltraum-Nazi-Echsen-Aliens, die auf Dinos reiten und im Erdkern leben, kann auch eigentlich nicht viel falsch gemacht werden. Immer wieder spielt der Film damit, trashig zu sein, was am Ende seinen ganzen Charme ausmacht. Völlig überdreht und mit viel Humor regt er zum Lachen an und liefert die absurdesten Szenen. Iron Sky: The Coming Race ist ein wirklich unterhaltsamer Film mit einem sympathischen Cast und einigen beeindruckenden Effekten.

Iron Sky: The Coming Race
Regie: Timo Vuorensola
Darsteller: Udo Kier, Julia Dietze, Lara Rossi, Vladimir Burlakov, Tom Green
Kinostart: 21. März 2019, splendid Film


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Über den Autor

Seit 2017 Masterstudent für Medienentwicklung in Darmstadt. Schreibt für bedroomdisco, FRIZZ Darmstadt und produziert Podcasts.



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