Kritik

Veröffentlicht am 24.04.2019 | von Dominik

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UNDER THE SILVER LAKE – Filmkritik

Oh, du hältst es für Irrsinn.

(Sam – Under The Silver Lake)

Mit seinem Zweitwerk It Follows schuf der US-amerikanische Regisseur David Robert Mitchell so etwas wie einen kleinen Achtungserfolg im Horror-Genre. Grund genug die nächsten Schritte von Mitchell zu verfolgen, die nun in Form des Neo-Noir-Komödien-Werks Under the Silver Lake den Einzug ins Heimkino hält! Wir haben den Film schon mal geschaut und sagen euch, was davon zu halten ist!

Sam (Andrew Garfield) verbringt seine Tage relativ resigniert auf dem Balkon, bespannt hier mal die Nachbarin von nebenan beim oben-ohne Füttern der Papageien, dort mal die Nachbarin von unten beim Plantschen im Pool. Arbeit hat er keine, Geld auch nicht, weshalb ihm schon bald der erzwungene Auszug droht. Doch statt sich diesem Problem anzunehmen und etwas daran zu ändern, spioniert er lieber der mysteriösen Sarah von unten hinterher, die auf ein mal vom Erdboden verschwunden zu sein scheint. Nur er scheint all die Zeichen zu erkennen – auf Müslischachteln, in Comics, in Songs, Zahlenreihen und ähnlichem. Er hat die Spur aufgenommen!

So recht weiß Under The Silver Lake nicht, wo er hin will – so recht will keine Genre-Schublade passen und genauso unsicher scheint sich der Film auch storytechnisch zu bewegen. Hier ein paar Krimi-Zutaten, hier ein bisschen abstruser Kult-Film-Beisatz und hier ein paar launige Popkultur-Zitate – doch irgendwie wollen die Teile nicht zusammen passen, die Abfolge der Szenen schleppt sich vor einem her und irgendwie dümpelt die wirre Geschichte dann vor sich daher, vor schönsten Einstellungen, Kulissen und mit einem pompösen Soundtrack unterlegt. Somit ein Paradebeispiel dafür, dass man tief fallen kann, wenn man ambitioniert darauf schielt einen möglichen Kultfilm zu produzieren, indem man sich möglichst skurril und abwegig gibt, aber der Funke leider irgendwie nicht überspringen will.

Under the Silver Lake (USA 2018)
Regie: David Robert Mitchell
Darsteller: Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace, Callie Hernandez
Heimkino-VÖ: 12. April 2019, Weltkino


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