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Veröffentlicht am 22.08.2019 | von Lea Kleisinger

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SNOH AALEGRA – Ugh, those feels again


Foto-© Lauren Kai

It’s not that I don’t want you here (Yeah, yeah)
It’s somethin‘ ‚bout the way you stare into my eyes
I know that I don’t make things clear (No)
I fall for you every time I try to resist you.
We can get away
Palm trees, beach views
Ordinary day
All I wanna hear is Innervisions on replay
And sit right next to you, you
I try not to show how I feel about you
Thinkin‘ we should wait, but we don’t really want to.

(Snoh Aalegra – I Want You Around)

Nachdem Snoh Aalegra auf ihrem grandiosen Album FEELS, das 2017 erschienen ist, davon erzählt hat, wie sie sich Hals über Kopf in jemanden verliebt hat und zu viel Energie auf die Erhaltung dieser zerbröckelnden Liebe verwendet hat, erzählt sie uns auf Ugh, those feelings again, wie sie wieder zu sich gefunden hat und trotz des Schmerzes die Hoffnung in Liebe nicht verloren hat. 14 Tracks präsentiert die schwedisch-iranische Sängerin auf ihrem neuen Album, die mithilfe des Produzenten No I.D. liebevoll zusammengestellt wurden. Ausgestattet mit Oldschool R´n´B Rhythmen bis hin zu wiedererkennbaren Melodien, überzeugt das Album besonders durch die wunderschöne Stimme von Snoh Aalegra und einen ganz besonderen Groove.

Das Intro des Albums scheint eine kleine Brücke zum Album FEELS zu schlagen. Die verzerrten Beats und Vocals enden und machen Raum für einen neuen, beziehungsweise klassischen Stil. I Want You Around ist ein brillanter Track, der wohl zu ihren bisher besten Songs gezählt werden kann. Nach einem kurzen Vorspiel setzt der Bass fast gleichzeitig mit den minimalistischen Keyboardlines ein und so auch ihre sanfte, aber klare Stimme. Der Refrain schleicht sich an und fliest harmonisch in das Klanggebilde ein. Auch der nächste Track, Situationship, hat Ohrwurmpotential. Ein etwas härterer Beat mit unverkennbarer Nostalgie setzt ein. Snoh Aalegra singt darüber, dass sie jemanden trifft und mag…aber beide Seiten wissen, dass es nicht funktionieren kann, da sie verschiedene Wege einschlagen. Der Beat ist plätschernd und leicht. Sie genießt die Schmetterlinge einer kurzen, aber schönen neuen Liebe. Die überwiegende Leichtigkeit des Albums zielt auf dieses Gefühl des frisch Verliebtseins hin und feiert die Leichtigkeit des Daseins. Weitere Highlights der ersten Hälfte des Albums sind Find Someone Like You, aber auch Toronto. Die zweite Hälfte wird ein wenig düsterer. Be Careful macht den Anschein eines zweiten Intros. Es weist einen experimentelleren Charakter auf. Die Beats werden langsamer, ihre Stimme ruhiger und der Inhalt schmerzvoller. In You erzählt sie von ihrer letzten Beziehung. Mit Nothing To Me scheint sie mit jemandem abzuschließen. Das Album endet mit Peace. Ein gelungener Abschluss für ein gelungenes Album.

Ugh, those feelings again ist ein klassisches R´n´B Album, das jedoch keinesfalls den typischen Charakter von Snoh Aalegras Musik verloren hat. Stattdessen hat sie einzelne wiedererkennbare Sprinkler eingebaut und voll und ganz auf einen guten, klassischen Beat gesetzt. Man könnte kritisieren, dass die Struktur der Songs zuweilen relativ gleichbleibend ist. Der zweite Teil des Albums verwirft diese Kritik jedoch weitgehend. Das Endprodukt ist eine Ansammlung grooviger, eingänglicher und zeitloser Lieder, die in keiner Playlist fehlen sollten.

Snoh Aalegra – Ugh, Those Feels Again
VÖ: 16. August 2019, Artium Recordings
www.snohaalegra.com
www.facebook.com/snohaalegra

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