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Veröffentlicht am 5.09.2019 | von Susan

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GIRL IN RED – Beginnings


Foto-© girl in red

Empty bottles everywhere
People sleeping on the stairs
Got something stuck in my hair
No idea how it got the there

This is the morning after
The house is such a disaster
But there’s someone outside
That caught my eye

There’s a dead girl in the pool
I don’t know what to do

(girl in red – dead girl in the pool)

Was sind die Sorgen und Nöte der Generation Z? Die junge Norwegerin Marie Ulven aus Horten, die im im September 2017 als girl in red begann, in ihren eigenen vier Wänden, ihre ganz eigenen Erlebnisse aufzuschreiben und geschickt in Songs zu verpacken, bringt es schonmal ganz gut auf den Punkt. Dabei hat sie mit ihren gerade mal 20 Jahren schon einiges erlebt und ist sich nicht zu fein dafür, dies mit der Welt zu teilen und weil es vielen jungen Menschen so ergeht, trifft sie mit ihrem Debütalbum Beginnings genau den richtigen Ton und wird damit zum Sprachrohr ihrer Generation.

Die Platte, die am 6. September erscheint, ist aber nicht aus einer Laune entstanden, sondern buchstäblich aus einem Prozess heraus entwickelt worden. Ende 2018 verhalf ihr die Debüt-EP chapter 1, die sie selbst produzierte, zum ersten Mal zu internationaler Aufmerksamkeit. Schon hier waren Themen, wie gleichgeschlechtliche Sexualität, Sommerdepression, in Songs wie summer depression, girls und i wanna be your girlfriend, die nun auch auf Beginnings vertreten sind, federführend. Dabei besticht sie in ihren Songs vor allem durch ihre sympathische Selbsteinschätzung. Ehrlich, sensibel und direkt, beschreibt sie in dead girl in the pool eine Situation, wie sie so absurd, den meisten wohl nur in ihren schaurigsten Gedankenwelten begegnen. Ulven denkt nach, hat Probleme, versucht diese zu bewältigen. Ganz natürlich, wie in i need to be alone, so nachvollziehbar sind ihre sphärischen Popsongs. Sie ist sich nicht zu schade, ihre Gedanken zu formulieren, mögen einige davon noch so banal sein.

Doch das girl next door ist girl in red schon seit einer Weile nicht mehr. Chapter 1 und die darauf erschienen Singles i’ll die anyway und bad idea! sorgten nicht nur für eine ausverkaufte Europatour, sondern für eine immer weiter wachsende Fanbase. Zurecht! Hört man sich die liebevoll gestaltete Platte an, wird man sich in eine andere Zeit versetzt fühlen. Wie durch eine Blase, nimmt man dabei das angenehme Hauchen in ihrer Stimme war. Dabei darf man sich jetzt schon auf eine weitere Tour im November freuen. Ein Sprachrohr einer ganzen Generation, soll schließlich auch gehört werden.

girl in red – beginnings
VÖ: 06. September 2019, Marie Ulven
www.worldinred.com

girl in red Tour:
03.11. Luxor, Köln
13.11. Musik & Frieden, Berlin

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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