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Veröffentlicht am 16.12.2019 | von Liv

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MEMORIEZ – Holymodernothing

I am so sorry that I
That I didn’t please you
You know I thought I was right
But I did it wrong
Baby it’s gonna be alright

(MEMORIEZ – Let It Be Alright)

2013 tut sich etwas in der Hamburger-Musikszene. Die Newcomerband MEMORIEZ – rund um den Sänger und Songwriter Joachim Zunke – veröffentlicht ihr Debüt-Album Huntin‘ A Hurricane. Das Werk wurde in einem Kellerstudio in der Hansestadt in mehreren Sessions eigens aufgenommen und produziert. 2019 soll nun, kurz vor Weihnachten, das zweite Album Holymodernothing das Licht der Welt erblicken.

Inzwischen hat sich einiges getan: Zum einen lebt Zunke seit ein paar Jahren nun in L.A. Allein das ist schon eine Umstellung: Los Angeles und Hamburg? Sonne und Regen? Mag sein, dass dieser Ortswechsel – und insbesondere auch die Wetter-Umstellung – wohl möglich auch Auswirkungen auf den Sound der Band hatte. Es scheint, als habe die Band ihre Sparte gefunden. Der Sound ist gereift, man mag hier sogar von erwachsen geworden sprechen. Selbstsicherer und direkter, das zweite Album geht nach vorne. Produziert wurde es von Gregor Henning, der u.a. auch bereits mit den Sternen oder auch Vierkannttretlager zusammengearbeitet hat. Dennoch bleibt letztlich bei einer Review stets die gleiche Frage: In was für einem Genre bewegen wir uns gerade? Schwierig. Deutlich zu hören ist auf jeden Fall ein Blues-Einfluss, dieser paart sich mit klassischen Rock-Elementen. Wichtig anzumerken ist auch der gewisse Vintage-Style, der sich durch das gesamte Album zieht. Trotz allem weiß man nicht, in welchem Jahr man sich gerade befindet, denn die Musik ist absolut zeitlos und vor allem eins, sehr komplex: Auf der einen Seite top modern, auf der anderen erinnert sie an alte Road/Cowboy-Movies aus den 60er & 70er Jahren.

Habt ihr schon mal einen Film gesehen, in dem die Protagonisten eine ewig lange Strecke auf einem Highway fahren, rundherum nur Steppe? Und dann wird das Radio angeschaltet und es ertönt ein Soundtrack, der die ganze perfekt Stimmung einfängt und wiedergibt? Besonders im Song Let It Be Alright macht sich dies bemerkbar. Die Beschreibung mag eventuell ein bisschen seltsam klingen, aber wenn ihr die Musik hört, werdet ihr verstehen, was ich meine, denn genau so ist die Musik der MEMORIEZ zu beschreiben. Dann gibt es auch Songs wie So Far, bei denen man selbst im Sitzen sich nicht zurückhalten kann und zur Musik mitswingt, groovt und mit dem Kopf im Takt wippt und einfach gute Laune bekommt.

Die Jungs scheinen sich um die Komplexität ihrer Musik bewusst zu sein. So wurden die Songs des neuen Albums bereits vor der Veröffentlichung im Abstand von zwei Wochen als digitale Streams online gestellt. Die Hörer können sich somit in Ruhe Zeit für jeden einzelnen Track nehmen und diesen begreifen.

PS: Zum Schluss gibt’s hier noch einen kleinen Tipp, gönnt euch mal das Instagram-Profil der Jungs: Pures Gold!

MEMORIEZ – Holymodernothing
VÖ: 20. Dezember 2019, BLOODSTREAM
www.memoriez.earth
www.facebook.com/memoriezmusic

YouTube video

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Über den Autor

Für die Bühne hat es leider nicht gereicht, deshalb schreibt Liv jetzt einfach über Musik.



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