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Veröffentlicht am 9.01.2020 | von Susan

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PINEGROVE – Marigold

Drink water
Good posture
Good lighting
Good evening
You’re mourning
The loss of
A feeling
A part of
A process
Of living
A vision
To do what
You’re here to
You’re crying
Not sleeping
I love you

(Pinegrove – Spiral)

Bekannt aus der Alt-Country-, Indie-Rock- und Emo-Schublade, bieten Pinegrove mit ihrem neuen Album Marigold, das am 17. Januar erscheint, wieder ein bisschen von dem, was man schon seit der Gründung der Band 2010 von ihnen kennt. Neu ist jedoch die Herangehensweise, mit der die Musiker an die Sache herangegangen sind. Fast schon wie eine Lebensspirale, scheint Songwriter und Sänger Evan Stephens Hall mit Multi-Instrumentalisten Nick Levine dieses Mal alles genau geplant zu haben.

So beginnt die vierte Platte der US-Amerikaner mit dem Opener Dotted Line sogleich intensiv und vertraut zugleich. Mit Spiral kommt ein kurzer Cut, der allerdings so gar nicht wie ein Fremdkörper wirkt, sondern sich vielmehr eindrucksvoll, beschrieben wie ein ganz normaler Tag, in die Szenerie einfügt. Aber auch literarisch, sowie Dialog-ähnlich wirkende Lyrics, wie man sie von vorherigen Projekten der Band kennt, sind beispielsweise in No Drugs und Hairpin zu vernehmen. Dominant wirken dabei die geometrisch verschlungenen Gitarren, vereint mit opulenten Drums, wie im Song Phase. Dieses Stilmittel gehört zum ständigen Begleiter der Platte. Die Dynamik der Songs wechselt dabei immer wieder von Struktur zu Rhythmus, schafft es aber fast durchgehend treibend zu wirken.

Auch wenn Marigold, wie schon sein Vorgänger Skylight im zum Heimstudio umgebauten Wohnzimmer entstand, unterscheiden sich doch die Aufnahmeprozesse der beiden Alben komplett. Evan hatte die Vision, emotional greifbare Songs zu gestalten, die den Hörer direkt ansprechen sollen. So formten sich die Lyrics erst nach und nach zu den fertigen Songs und diese erst in einem längeren Prozess zu Marigold.

Dabei ist die starke Verbindung der einzelnen Bandmitglieder Evan, Zack und Nick Levine, Josh Marre, Sam Skinner, Nandi Rose, Evans Vater Doug Hall und Zack und Nicks Vater Mike Levine, ständiger Begleiter. Dieses Verständnis füreinander und diese untrennbare Verbindung macht das Album zu etwas Besonderen. Die einzelnen Song verlieren gegen Ende hin ein wenig an Variation, aber der positive Vibe bleibt dennoch die ganze Zeit spürbar.

Pinegrove – Marigold
VÖ: 17. Januar 2020, Rough Trade Records
www.pinegroveband.com
www.facebook.com/Pinegroveband

Pinegrove Tour:
21.03. Lido, Berlin
23.03. Hafenklang, Hamburg
24.03. Gebäude 9, Köln
25.03. Schlachthof, Wiesbaden

YouTube video

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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