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Veröffentlicht am 16.03.2020 | von Lara

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LAUV – How I’m Feeling


Foto-© Stefan Kohli

Is my love too much?
Is it just enough for you, for you?
‚Cause it’s getting late, would you like to stay
‚Cause I’m bad at reading signs
But I, I wanna do whatever you wanna do
If you wanted to, girl, we could cross that line
Know we’ve been friends
And love only knows broken ends, yeah
That’s what you said but girl let me change your mind

(Lauv – Feelings)

Er ist einer der aufregendsten Newcomer des Pops. Lauv veröffentlicht sein Debütalbum How I’m Feeling und gibt Einblick in die typische Quarter-Life-Crisis, inklusive spannenden Features mit Troy Sivan, Alessia Cara oder BTS.

2018 markierte den Durchbruch für den 25-jährigen Amerikaner. Seine Single I Like Me Better wurde allein auf Spotify fast 1 Milliarde Mal gestreamt und auch in einem Netflix Film gefeatured. Zuvor hatte er ebenso erfolgreich Songs für Charlie XCX oder Demi Lovato geschrieben und war auf Tour mit Ed Sheeran. Was Lauvs Musik auszeichnet, ist, dass er offen über Mental Health singt und die Probleme, die damit einhergehen. Man könnte Lauvs Musik also als Sad Pop bezeichnen, da sie einerseits catchy, aber andererseits auch melancholisch ist. How I’m Feeling bildet nun das Sammelsurium für das Erlebte aus den vergangenen Jahren. Insgesamt 21 Tracks erzählen von Liebe, Herzschmerz, Einsamkeit und Lebensperspektiven.

Lauv bezeichnet sich selbst als One Man Boyband, die aus verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit besteht, mal sensibel, mal draufgängerisch, mal nachdenklich. So klingt aus das musikalische Ergebnis. „I traded all my friends for drugs and the internet,“ singt er auf dem Opener Drugs & The Internet und erzählt von einer Zeit, in der er süchtig nach Aufmerksamkeit auf Social Media war. Dass sich das negativ auf Freundschaften auswirken kann, ist logisch. Das Thema Einsamkeit ist zentral auf der Platte. Auf Fuck I’m Lonely singt er mit Anne-Marie über Trennungsschmerz und auf Modern Loneliness über die veränderte Kommunikation zwischen Menschen. Sad Forever behandelt am deutlichsten mentale Gesundheitsprobleme: „My mind whispers in the nighttime, voices always keeping me up telling me that I should give up,“ heißt es hier – eine Pophymne gegen Depression.

Mean It mit Lany ist eine grooviger Poptrack, der verletzte Gefühle thematisiert, während auf I’m So Tired Lauv und Troy Sivan ihre Aversion gegen Liebeslieder besingen. Positiv wird es auf dem schönen Stück Feelings, auf dem der Künstler mit sanfter Stimme seine Angebetete von ihm überzeugen will. Ebenso fröhlich-leicht ist Tattoos Together, das sofort gute Laune bereitet. Wie es eben bei jedem Menschen ist, thematisiert Lauv seine verschiedenen Stimmungen und Gefühle auf seinem Debüt. Zwar könnten die 21 Tracks gut zwei Alben füllen, doch sie harmonieren gut zusammen. Lauv zeigt, dass Pop von männlichen Künstlern nicht immer Macho und cool sein muss, sondern zeigt auch eine sensible Seite. Und die klingt ganz hervorragend.

Lauv – How I’m Feeling
VÖ: 6. März 2020, Lauv
www.lauvsongs.com
www.facebook.com/lauvsongs

Lauv Tour:
26.10. Oberhausen, König-Pilsner-Arena
28.10. München, Zenith
29.10. Stuttgart, Porsche Arena
31.10. Hannover, Swiss Life Hall
02.11. Frankfurt, Jahrhunderthalle

YouTube video

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