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Veröffentlicht am 4.06.2020 | von Robert Heitmann

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HINDS – The Prettiest Curse


Foto-© Andrea Savall

And every time you talk to me
Yeah, every word sounds good to me
I want you more and more and more and more

But every time you talk to me
I’m hearing you scared of losing me
And every time you talk to me
You’ve got it all wrong

(Hinds – Good Bad Times)

The Prettiest Curse, das dritte Studioalbum der Madrider Indierock-Band Hinds, steht im vollen Zeichen der kreativen Weiterentwicklung und Veränderung. Ausgiebige Tourneen begleiteten die vorigen Alben des Viergespanns der Freundinnen um Amber Grimbergen, Ana Perrote, Carlotta Cosials und Ade Martin und formten den charakterischen Lo-Fi-Sound der Gruppe – geprägt durch Erfahrungen und Atmosphäre vieler Konzert- und Festivalbühnen. So war das grundlegende Konzept für die Herangehensweise an die Aufnahmen des neuen Materials ein logischer nächster Schritt – ein Moment der Entschleunigung mit viel Zeit fürs Überdenken und musikalische Entdecken.

Diese Zeit nahmen sich Hinds in den Bunker Studios in Brooklyn in Zusammenarbeit mit der Grammy-nominierten Produzentin Jenn Decilveo (u.a. Beth Ditto, Bat For Lashes, Albert Hammond Jr.). Durch das ausgiebige Experimentieren an Sounds erweiterte die Band ihre musikalische Farbpalette zudem durch das Anhören von Alben anderer Künstler wie z.B. The Jesus and Mary Chain vor und nach jeder Recordingsession. Das Resultat ist ein gewachsener, detaillierter Sound, der die neuen Stücke auf The Prettiest Curse in ein komplexeres funkelndes Songwriting einbettet.

Good Bad Times entwickelt sich um eine schwunghafte Bassline und federleichten Gitarren- und Synthieflächen, während sehnsüchtige Gesänge eine schwierige Beziehung besingen, in der zwei Personen nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander auskommen können. “Good bad times is the struggle of communication, time difference, distance. Like the two sides of a coin. Two sides close together that can’t be separated, even though they seem to be completely different.” In Riding Solo bauschen sich verzerrte Gitarren zu einer für Hinds typischen Klanglandschaft mit einprägsamen Solomelodien auf. Dazu thematisieren mehrstimmigen Gesangslinien eine der wohl bekanntesten menschlichen Emotionen: die Einsamkeit. “Feeling lonely is one of the most common human feelings, right?” erklärt die Band. “Well, being a musician doesn’t really help. Your whole life is constantly moving and the only thing that remains is yourself. And dealing with yourself.” Und auch im Stück Burns wendet sich die Gruppe einmal mehr zu ihrer besonderen Mixtur aus lebhaften Gitarrenriffs und lautstarken Lyriks.

Der Titel des neuen Albums geht auf die mehrjährigen Erinnerungen und manchmal einschüchternde Erfahrungen zurück, auf die Hinds zurückblicken können – der Einsatz sich voll und ganz der Band und dem Rock ’n’ Roll hinzugeben. “We have this incredible job, but it’s really transformed the way we live,” erklärt Cosials. “We know we’re not going to stop, so we’ve decided to embrace it—to see this curse as something pretty.” Perrote fügt hinzu: “A lot of these songs are about feeling lonely, missing home, being apart from the people we love. But even though we’re alone so much, we’re all alone together.”

Wir können von großem Glück reden, dass Hinds stets weiter mutig vorangehen, um ihre Musik auf ein neues Level zu heben – denn The Prettiest Curse zeigt wie kreativ bereichernd und dankbar das Ergebnis sein kann.

Hinds – The Prettiest Curse
VÖ: 5. Juni 2020, Lucky Number Music
www.hindsband.com
www.facebook.com/hindsband

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