Reviews Lianne La Havas

Veröffentlicht am 24.07.2020 | von Lea Kleisinger

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LIANNE LA HAVAS – Lianne La Havas

Lianne La Havas Cover
Foto-Credit © Warner Music International

Paper-thin
God only knows the pain you’re in
But the future’s bright
You’ve got God on your side, He’s listening
Love yourself
Or else you can’t love no one else
I know your pain is real
But you won’t let it heal.

Paper-thin
If you’re trying to lose, you’ll never win
It’s your life
But you’re not the only one suffering
That’s enough, I know you’re made of better stuff
Baby, you gotta roam free
Please don’t forget about me.

(Lianne La Havas – Paper Thin)

Lianne La Havas, die Frau mit der Gitarre, ist in London geboren, fing früh an Songlyrics zu schreiben und lernte überraschenderweise erst mit 18 Jahren, wie man das für sie stilprägende Instrument spielt. Ihr drittes und dieses Mal selbstbetiteltes Album Lianne La Havas, ist nach dem 2015 erschienenen und hochgelobten Album Blood ihre erste Veröffentlichung. Es ist zudem auch das erste komplett selbstproduzierte Album der Musikerin. Ihre mächtige Stimme wirkt wie eine Waffe. Zwischen klaren Höhen und souligen Tiefen spielt sie mit nuanciertem Vibrato und flüsternden Gesangseinlagen. Diese Gesangskunst gemischt mit vielschichtigen Melodien und unglaublich viel Groove machen ihr neues Album zu einer wunderbaren Entdeckung, die uns glücklich durch den Hochsommer leiten wird.

Bittersweet leitet das Album mit sicherem Schritt ein. Das sich langsam steigernde Lied entwickelt einen mitreißenden Höhepunkt, durch den Lianne La Havas ihr Stimmspektrum präsentieren kann. Der wunderschöne, etwas ruhigere Track Green Papaya erinnert an die souligen Anfänge von R´n´B. Es folgt Can´t Fight. Ein Song, der den typischen Charakter ihres Stils widerspiegelt und die Harmonie der Band zur Schau stellt. Auch Paper Thin begeistert mit einem groovigen Rhythmus und natürlich den zauberhaften Vocals von La Havas. Mit Keyboard, Drums und flüsterndem Gesang baut Weird Fishes eine komplexe Melodie auf und das ekstatische Finale sollte jeden Zuhörer begeistern. Auch die zweite Hälfte des Albums hat mit Please Don´t Make Me Cry treibende, soulige Momente. Gegen Ende konzentrieren sich die Lieder jedoch stärker auf das tänzelnde Gitarrenspiel der Londonerin. Seven Times streift eine Salsamelodie mit schneller spanischer Gitarre. Sour Flower entwickelt ein symbiotisches Zusammenspiel von Gitarre und Vocals und beschert dem Album einen perfekten Ausklang.

Obwohl Fans eine lange Durststrecke ertragen mussten, ist Lianne La Havas nie aus ihren Köpfen verschwunden. Mit ab und an erschienenen Cover-Auftritten machte die begabte Künstlerin immer wieder auf sich aufmerksam. Das jetzt endlich erschienene Album beweist aufs Neue, wie grandios ihr Gespür für Melodie, Harmonie und Rhythmus ist. Im Gegensatz zu älteren Liedern setzt sie ihre kräftige Stimme sanfter und kontrollierter ein, was den Tracks sehr guttut und dem Album eine ganzheitliche Balance verleiht. Ihre Fans sollten also vollkommen besänftigt sein, dass sie so lange warten mussten.


Lianna La Havas – Lianne La Havas
VÖ: 17. Juli 2020, Warner Music International
www.liannelahavas.com
www.facebook.com/LianneLaHavas

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