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Veröffentlicht am 18.06.2011 | von Dominik

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13 – Filmkritik

Hast du etwa kein Interesse an Geld?

(Jefferson – 13)

Manch ein Film zieht seine Spannung aus seiner grandios ersponnenen Handlung, mitsamt Plot-Twists und irrwitzigen Wendungen, manch einer baut ein Psycho-Duell zwischen zwei Protagonisten/Parteien auf, die dann zum finalen Akt hin aufeinander treffen, bis das nur noch ein einsamer überlebender Cowboy gen Sonnenuntergang reiten möge. ‚13‚ hingegen lässt sowohl eine größere Rivalität vermissen, noch überzeugt die Handlung durch gewiefte Einfälle – trotzdem bewirkt der Film so etwas wie Nervenkitzel, was hauptsächlich mit dem Thema des Films zu tun hat: Russisch-Roulette!

Glück müsste man haben. Vince (Sam Riley) und seine Familie hingegen hatten in letzter Zeit eher eine Pechsträhne, zumindest lebt die fünfköpfige Familie, die sowieso schon nicht gerade riesige finanzielle Sprünge machen konnte, seit dem Unfall des Familienoberhaupts an der Existenzgrundlage, Tendenz sinkend. Doch genau in dieser Situation eröffnet sich dem einzigen Sohn der Familie eine Möglichkeit an einen Haufen Geld zu kommen: Erst belauscht er durch Zufall das Gespräch eines Kunden, in dessen Haushalt er Hausmeistertätigkeiten durchführt, bei dem es um viel Geld geht und kurz Zeit später segnet jener aufgrund von zu heftigem Drogengenusses das Zeitige. Vince sieht die Chance, schnappt sich den mysteriösen Brief, um den es sich zu drehen scheint, und sitzt kurze Zeit später in einer abgeschiedenen Villa – mit einer Knarre in der Hand.

Was er nicht weiß: er ist jetzt Teil eines perfiden Spiels bei dem 13 Männer (Vince zieht natürlich die Glückszahl) in einem Ring vor reichen Spielern bis zum letzten Mann, um Leben und Tod Russisch-Roulette spielen. Auf den Ausgang wird gewettet…und ein Menschenleben will erstmal bezahlt werden.

Soweit so gut: Mysteriöser Anfang, namenhafte Schauspieler und bei 90 Minuten Laufzeit auch nicht zu viel Spielraum für Leerlauf. Dennoch wirkt ’13‘ als habe man Potential verspielt bzw. noch Luft nach oben gehabt. Da wäre beispielsweise der Anti-Schauspieler Jason Statham, der mal untypisch nicht die Fäuste spielen lassen darf, sondern etwas Handlung tragen soll und dabei scheitert, während man einen Mimen wie Mickey Rourke mit einer 0-8-15-Nebenhandlung abspeiste. Abgesehen davon bleibt der Film durchweg bipolar: Arm, reich, gut, böse, leben, sterben, Geld, kein Geld – das macht es dann auch letztlich wieder irgendwie einseitig. Auch sind die Gewissensbisse von Vince schnell abgehandelt – keine Zeit, keine Zeit, ab in den Ring, den Hahn spannen und abdrücken. Trotzdem – die Spannung bleibt: Erschießen oder erschossen werden! Na dann – gute Nacht!

13 (USA 2010)
Regie: Géla Babluani
Darsteller: Sam Riley, Jason Statham, Mickey Rourke, Ray Winstone, Curtis Jackson
DVD-VÖ: 2. Juni 2011, Highlight

httpvh://www.youtube.com/watch?v=Y41fFj-P4jI

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