Film

Veröffentlicht am 6.11.2011 | von Dominik

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HAPPYTHANKYOUMOREPLEASE – Filmkritik

Es ist jetzt ungefähr ein Jahr her. Da saß ich in einem Taxi und der Taxifahrer hat angefangen zu reden: Der Schlüssel zu ihrem Leben ist Dankbarkeit, sie danken nicht häufig genug. Da sag ich: Wie mach ich das denn. Da sagt er: Ganz einfach: Sagen sie danke!

(Annie – happythankyoumoreplease)

Ein bekannter Serien-Darsteller zu sein bietet für einen ambitionierten Darsteller immer auch Gefahren, mal abgesehen von dem positiven Aspekt des geregelten Einkommens: Man wird immer wieder auf eine Rolle bzw. seinen Serien-Charakter reduziert und erhält so keine Chance sich weiter zu entwickeln. So ist David Duchovny eben nicht nur Agent Fox Mulder (Akte X) oder mittlerweile Hank Moody (Californication) und Zach Braff kann nicht nur den Träumer J.D. in Scrubs spielen, nein beide haben sich auch losgelöst von ihren Rollen – als Darsteller in Kinofilmen, mit Drehbüchern und Regiearbeiten. Einer, der es ihrem Vorbild nun gleichtut, ist Josh Radnor mit seinem Indie-Film ‚happythankyoumoreplease‚, bei dem er die Hauptrolle spielt, das Drehbuch verfasst hat und auch die Regie übernahm…Josh Radnor? Noch nie gehört? Wie wäre es mit Ted Mosby?

‚happythankyoumoreplease‘ dreht sich im Kern (ähnlich wie schon bei Radnors sonstiger Baustelle ‚How I Met Your Mother‚) um eine Gruppe befreundeter New Yorker, die so ihre Schwierigkeiten haben mit dem Erwachsenwerden. Da hätten wir zum einen Sam (Radnor), der immer noch hofft, seinen großen Traum vom eigenen veröffentlichten Buch Wirklichkeit werden zu lassen und nebenbei noch die große Liebe sucht. Als ihm dann noch in der U-Bahn ein kleiner Junge (Michael Algieri) zuläuft, macht Sam das in seinen Augen einzig Richtige: er behält den Jungen und kümmert sich aufopferungsvoll um den Kleinen, anstatt nach dessen Eltern zu suchen. Doch auch seine näheren Bekannten haben so ihre Problemen: seine Cousine Mary (Zoe Kazan) steht vor der Entscheidung sich entweder von ihrer Jugendliebe zu trennen oder sich voll und ganz auf sie einzulassen und ihr zu Liebe New York zu verlassen, während Sam’s beste Freundin Annie (Malin Åkerman) an einer seltenen Krankheit leidet und nicht so recht mit den Avancen eines Arbeitskollegen klar kommt.

‚happythankyoumoreplease‘ präsentiert sich als genau der gutherzige Indie-Film, auf den man aufgrund der Story und den Beteiligten hoffen konnte und hat obendrein noch einen grandiosen, den Film schmeichelnden Soundtrack zu bieten. Letztlich kann man nur sagen: „happythankyoumoreplease, Ted Mosby…äh Josh Radnor“.

happythankyoumoreplease (USA 2010)
Regie: Josh Radnor
Darsteller: Josh Radnor, Malin Åkerman, Kate Mara, Michael Algieri, Zoe Kazan, Tony Hale, Bram Barouh
DVD-VÖ: 20. Oktober 2011, dtp entertainment AG

httpvh://www.youtube.com/watch?v=3-YYh_6YytM

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Über den Autor

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