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Veröffentlicht am 28.07.2016 | von Lisa

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BEAR’S DEN – Red Earth & Pouring Rain

Bear's Den - Red Earth & Pouring Rain CD-Kritik

Watching you float across the isle of sand,
Before the fireworks began I close my eyes,
And wrap my arms around you.
Do you remember what I whispered, love?

(Bear’s Den – Fortress)

Seit dem Release ihres ersten Albums ‚Islands‚ 2014 hat sich bei den Briten von Bear’s Den einiges verändert: nach der freundschaftlichen Trennung von Gitarrist Joey Haynes besteht der Kern der Band nun nur noch aus Sänger/Gitarrist Andrew Davie und dem Multi-Instrumentalisten Kev Jones (live lassen sie sich von einer Gruppe weiterer Musiker unterstützen).

Auch musikalisch scheint dieser Besetzungswechsel etwas bewirkt zu haben. Auf ihrem neuen Album ‚Red Earth and Pouring Rain‚ geben sich die beiden Briten zwar auch immer noch dem schwelgerischen Folk / Americana-Sound hin, mit dem sie vor zwei Jahren auf den Bühnen der Musikwelt erschienen, und mit dem sie vielerorts Vergleiche mit Bands wie Mumford & Sons auf sich zogen, doch auf vielen Songs finden sich auch vermehrt Einflüsse des klassischen 70er / 80er Mainstream Rock à la Fleetwood Mac oder Bruce Springsteen.

Songs wie das rhythmisch-folkige ‚Dew on the Vine‚ oder das wehmütige ‚New Jerusalem‚ halten sich zwar immer noch hauptsächlich in der grossen Folk-Arena auf, aber hört man genauer hin, entdeckt man auch vielerlei elektronische Einlagen, die sich nun zwischen die vormals hauptsächlich traditionelle Instrumentierung mischen. Auf dem sehnsüchtigen ‚Auld Wives‚ beispielsweise blitzen immer wieder leise Synthesizer auf, während ‚Fortress‚, eins der Highlights des Albums mit seinen atmosphärisch-gruseligen Elektro-Sounds für einen spannenden Kontrast zu Andrew Davies aufrichtig-traurigen Gesang sorgt.

Genau von diesen Momenten hätte es ruhig noch ein bisschen mehr sein können – grade Songs wie die leicht weinerliche Ballade ‚Roses on a Breeze‚ oder das etwas schleppende ‚Napoleon‚ hätten von diesen musikalischen Widersprüchen aus Folk-Songwriting und elektronischen Akzenten sicherlich an Dichte gewonnen. Denn wie singt Davies so schön auf ‚Fortress‘: “This is how it’s meant to be / This is where we’re supposed to be…” – und da hat er ganz recht.

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Bear’s Den – Red Earth & Pouring Rain
VÖ: 22. Juli 2016, Communion
www.bearsdenmusic.co.uk
www.facebook.com/bearsdenmusic

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