Kritik no image

Veröffentlicht am 10.02.2017 | von Dominik

0

THE SEA OF TREES – Filmkritik

Es heißt eine Blume wächst wenn eine Seele die andere Seite erreicht.

(Takumi Nakamura – The Sea of Trees)

Der japanische Aokigahara Wald – auch der Selbstmord-Wald genannt – hat Hollywood zuletzt mehrfach beschäftigt. Naheliegend in Form von Dramen und Horror-Filmen, denn in dem Wald suchen immer wieder Menschen den in ihren Augen letzten Ausweg. Nachdem The Forest letztes Jahr im Kino für Gänsehaut sorgte, erschien dieser Tage Gus Van Sants Drama mit Matthew McConaughey zum selben Thema, The Sea of Trees.

Der amerikanische Wissenschaftler und Autor Arthur Brennan (Matthew McConaughey) hat nicht gerade eine Glückssträhne. Während sich seine Frau täglich abarbeitet, versucht er weiter seinen Traum als Mathematiker zu leben und hofft auf Veröffentlichungen und Ruhm. Doch sowohl seine Ehe, als auch sein Selbstwertgefühl bekommen dadurch Risse…bis er irgendwann keinen Ausweg mehr sieht, sich in den Flieger nach Japan setzt und dort in den unheilvollen Selbstmörderwald geht, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch entgegen seinem Plan dort (die letzte) Ruhe zu finden, stößt er in den Wäldern auf einen verwirrten Japaner (Ken Watanabe), der verletzt nach einem Ausweg sucht. Während er versucht ihm zu helfen, fängt er an über seine letzten Jahre, seine Beziehung und das Leben nachzudenken.

Der amerikanische Regisseur Gus Van Sant ist nicht unbedingt bekannt als Schöpfer leichter Stoffe, sondern vielmehr als kreativer Kopf, der viel mit besonderen Themen und Darstellern arbeitet. Und auch bei The Sea of Trees sind diese Eckpfeiler wieder gegeben – ein hochkarätiger Cast mit Matthew McConaughey, Ken Watanabe und Naomi Watts auf der einen Seite und der sagenumworbene Selbstmörderwald auf der anderen Seite. Doch wo The Forest mit einfachen Teen-Horror-Mitteln zwar flach blieb, aber zumindest Spannung erzeugte, schleppt sich die Handlung beim 2015er Werk Van Sants vielleicht etwas zu gemächlich daher, um letztlich in einem dann doch etwas zu klischeehaften Ende zu münden, wodurch der Film dann trotz aller Schauspielerleistungen doch nur im unteren Mittelmaß und nicht nachhaltig in Erinnerung bleibt.

The Sea of Trees (USA 2015)
Regie Gus Van Sant
Darsteller: Matthew McConaughey, Ken Watanabe, Naomi Watts, Katie Aselton, Jordan Gavaris
Heimkino-VÖ: 13. Januar 2017, Ascot Elite Home Entertainment

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


Über den Autor

Bedroomdisco-Gründer, Redaktions-Chef, Hans in allen Gassen, Golden Leaves Festival Booker, Sammler, Fanboy, Exil-Darmstädter Wahl-Hamburger & happy kid, stuck with the heart of a sad punk - spreading love for great music since '08!



Comments are closed.

Back to Top ↑
  • GLF20 wird zu GLF21

    GLF20 wird zu GLF21

    Leider muss das Golden Leaves Festival auf den 27.-29. August 2021 verschoben werden. Tickets und Soli-Merch für das nun dreitägige Festival mit SOHN, Agnes Obel, Kat Frankie, Lola Marsh, Jules Ahoi und vielen weiteren kann man sich hier sichern!

  • Bedroomdisco weekly

  • Bedroomdisco TV