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Veröffentlicht am 9.08.2018 | von Susan

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STELLA SOMMER – 13 Kinds of Happiness


Foto-© Manuel Gehrke

Dark Princess, Dark Prince
on my pillow
all laughter‘s died away
all laughter‘s died away
on this funny day

(Stella Sommer – Dark Princess, Dark Prince)

Wer sich bei den heißen Temperaturen lieber in einer dunklen Ecke verkriechen will, als in der prallen Mittagssonne mit Sangria anzustoßen, sollte es sich nicht nehmen lassen in das erste Soloalbum 13 Kinds of Happiness von Stella Sommer reinzuhören, das am 10. August erscheint. Sommer wurde als Frontfrau der Hamburger Band Die Heiterkeit bekannt, ein Quartett das zuletzt mit ihrer letzten Platte, Pop & Tod I+II, vollauf überzeugen konnte, auch wenn diese nicht gerade vom übermäßigen Frohsinn geprägt war, doch so einigen Freunden der deutschsprachigen Musik im Gedächtnis haften geblieben sein sollte.

Zwar kommt die deutsche Sprache auf 13 Kinds of Happiness etwas kürzer als noch von ihren vorherigen Projekten gewöhnt, doch besitzt die Sängerin, allein durch ihre Stimme einen so hohen Wiedererkennungswert, dass das eigentlich nicht ins Gewicht fallen sollte. Die dreizehn Songs drehen sich, wie der Titel der Platte vermuten lässt, um Glück. Doch auch wenn es manchmal unterkühlt rüberkommen mag, ist diese Unnahbarkeit seit Jahrzehnten, wie Marlene Dietrich oder Nico schon wussten, ein willkommenes und überzeugendes Stilmittel.

Denn so werden Songs wie der gleichnamige Opener zu einem mysthischen Schauspiel, das einen an die Zeit erinnert, als man noch den sonntäglichen Kirchenknaben lauschen musste. Ein bisschen impulsiver geht es dahingehend schon mit Dark Princess, Dark Prince weiter, ein Song der durch seine rockige Note als Stimmungsmacher des ganzen Albums angesehen werden kann. Begleitet am Piano, fühlt man sich in der Ballade Birds Of The Night, in der Sommer und Dirk von Lowtzow im Duett zu hören sind, verstanden und von einen sehnsüchtigen Zustand in Trance versetzt. Hierhin kommt der Teufel bildet, als einziges deutschsprachiges Lied, den gekonnt melancholischen Abschluss, ganz im Sinne der Musikerin – trostlos und spitzfindig.

So ist das Album zwar nicht ganz ohne die Unterstützung von anderen Mitgliedern aus den eigenen Reihen wie Hanitra Wagner und Philipp Wulf von Der Heiterkeit oder Pogo McCartney von Messer entstanden, doch trägt es vor allem wieder die glasklare Handschrift der jungen Singer-Songwriterin. Diese mag vielleicht für manch einen trübselig klingen, doch verbirgt sich ganz viel Witz und Scharfsinnigkeit in der Gesamtperformance. Wer Die Heiterkeit mag, wird auch 13 Kinds of Happiness mögen und mal ganz ehrlich, wer mag denn nicht heiter sein?

Stella Sommer – 13 Kinds of Happiness
VÖ: 10. August 2018, Affairs Of The Heart
www.facebook.com/stellasommerofficial

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Über den Autor

Susan wohnt in Hamburg und wollte früher hauptberuflich Groupie werden, bis ihr ein Exfreund einen Song auf Myspace widmete. Der hat bis heute 200 Klicks. Von ihr.



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