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Veröffentlicht am 29.05.2019 | von Lara

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HAYDEN THORPE – Diviner


Foto-© Oliver Chanarin

I’m a keeper of secrets, pray to tell
I’ll be your disciple, show yourself
Living a fever dream, lost control
You be my diviner, show me where to go
My ghost had left my skin
Diviner, bring it in
Our house of mirrors always shimmering
Diviner, where you been
You’ve been gone
A long time

(Hayden Thorpe – Diviner)

Ex-Wild Beasts Frontman Hayden Thorpe präsentiert sein erstes Solo-Album Diviner. Und ja, es klingt durchaus göttlich. Thorpes sanfte Falsett-Stimme schmiegt sich majestätisch an die Klanglandschaften aus Piano-Pop und etwas Synthie. Herrlich.

Es ist wunderbar, dass Thorpe das Erbe von Wild Beasts weiterführt. Als die Band sich vor eineinhalb Jahren auflöste, hinterließ dies wirklich einen kleinen Riss in der britischen Musikszene. Ihr einzigartiger Dreampop machte das Quartett zu einer Perle unter den Indiebands. Ein wichtiges Element dabei war Hayden Thorpes unverwechselbare Stimme, die mal verführerisch, mal verletzlich die Lyrics vertonte. Wild Beasts letztes Album Boy King experimentierte mit einem rauen und funkigen Sound. Thorpes Solodebüt hingegen stellt das Klavier in den Vordergrund und orientiert sich eher an den ruhigen Stücken seiner Exband.

Der Titeltrack und gleichzeitig auch die erste Single Diviner macht es vor: Minimalistischer Sound mit Fokus auf Thorpes Vocals. „Living a fever dream, lost control, you be my diviner, show me where to go“, heißt es hier. Hayden Thorpe hatte schon immer ein überragendes Talent für bildhafte Lyrics. Stop Motion bezieht neben Klavier auch Synthieflächen mit ein, Gitarren sind nicht zu hören. Auf dem ganzen Album sind sie kaum vorhanden. Natürlich will Thorpe sich irgendwie musikalisch abgrenzen von der Zeit bei Wild Beasts. Straight Lines hätte mit seinen funkigen Riffs jedoch noch gut auf Boy King gepasst. Ebenso besticht Love Crimes, das mit schnellerem Tempo und intensiven Vocals sofort im Ohr bleibt. Nach Thorpes eigenen Aussagen ist die Platte ein Break-Up Album von einem vergangenen Ich. Höchstwahrscheinlich behandelt es damit auch den Bruch mit seiner Vergangenheit als Wild Beasts-Mitglied. Doch zum Glück verfolgt Thorpe einen doch recht ähnlichen Sound als Solo-Künstler. Den einzigartigen Klang von Wild Beasts nuanciert er nun einfach auf seinem eigenen Album aus und legt selbst den Schwerpunkt auf mehr Klaviermelodien. Göttlich schön.

Hayden Thorpe – Diviner
VÖ: 24. Mai 2019, Domino Records
www.haydenthorpe.com
www.facebook.com/HaydenThorpeMusic


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