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Veröffentlicht am 22.10.2019 | von Lea Kleisinger

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GOLDEN DAWN ARKESTRA – Darkness Falls on the Edge of Time


Foto-© Daniel Patlan

Walking down the street
while the world is ending
People keep talking
while the world is spinning
Open your phone cause you feel all alone
Take a little trip man take a little trip
You can fly to outer space or buy a new face
You can fall in love or save the human race
There will ne nothing left when you get home
Cause the world is ending
while your talking on the phone.

(Golden Dawn Arkestra – Allo Allo Boom)

Sie wirken etwas aus der Zeit gefallen, wie sie dort zu zwanzigst auf der Bühne in bunten, wilden Kostümen voller Inbrunst auf ihren Instrumenten spielen. Golden Dawn Arkestra kommen aus Texas und die kommunenartige Band scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, das Musikbusiness wieder mit etwas Peace, Love und Tolerance zu füllen. Während ein Teil der Gruppe mit ihren Hörnern, Percussions, dem Vibraphon, Bassclarinetten, Posaunen, Trompeten, Saxofonen und Gesang ein großartiges Klangvolumen erzeugen, legt die andere Hälfte eine mitreißende, flimmernde Tanzperformance hin. Wie viele am Ende die Bühne zum Beben bringen ist jedes Mal eine Überraschung. Ihr Stil erinnert an Künstler wie Sun Ra, Sly & The Family Stone und frühe Werke von Santana. Mit ihrem neuen Album Darkness Falls on the Edge of Time hätte die Ausnahmeband auf jeden Fall auch die Masse großpupilliger Woodstock-Besucher zum ausgelassenen Tanzen gebracht und sagt das nicht mehr als tausend Worte?

Das Album beginnt mit sanften Bläsertönen auf The End Is The Beginning, die uns in eine nebelige Wunderwelt entführen in der sogleich mit Mama Se alles zu tanzen beginnt. Der treibende Beat wird von eingängigem Chorgesang vervollständigt. Ähnlich rasant geht es mit Allo Allo Boom weiter. Der discoartige Beat hat eindeutig Radiopotenzial. Showdown setzt die E-Gitarre in den Vordergrund und die stumpfen Drums erinnern an den guten alten Ramones Rock. Mit Tribal-Klängen geht es weiter und spätestens bei Blood Of Royalty und Hamza spürt man die psychedelische Energie, die die Lieder ausstrahlen. Auch ihr Herkunftsstaat Texas schleicht sich in manche Lieder, wie zum Beispiel bei Vetiver. Der gleichbleibende Grundbeat und die Percussions könnten aus einer Westernromanze entsprungen sein und schrecken im Gegensatz zu den anderen Tracks etwas ab. Schon ist man am Ende angekommen oder am Anfang? The Beginning is Ending verzaubert mit weiblichen Vocals und plätschernden Keyboardklängen.

So vielfältig wie das Album ist, ist auch die Band. Golden Dawn Arkestra haben es sich auf die Fahne geschrieben von den Südstaaten aus Vielfalt und Toleranz in die Welt zu senden. In ihren Tracks mischen sie verschiedenste kulturelle Einflüsse zu wunderbaren Kompositionen. Dabei sinnieren sie in ihren Liedern über ein höheres Bewusstsein, das Leben im Jetzt, den Kosmos und die Zeit. Poetische Lyrics wie „as you travel to the edge of time, let the sonic vibrations heal your soul“ senden positive Energie in die von Dystopien regierte Welt.

Golden Dawn Arkestra – Darkness Falls on the Edge of Time
VÖ: 11. Oktober 2019, 13A Records
www.goldendawnarkestra.com
www.facebook.com/TheGoldenDawnArkestra

YouTube video

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