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Veröffentlicht am 27.07.2021 | von Lea Kleisinger

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TORRES – Thirstier


Foto-© Shervin Lainez

You want someone to worship you
I see you loving to watch me risk it all
You think you’re always right but
You love watching me try proving you wrong
Baby, keep me in your fantasies
Baby, keep your hands all over me
The more you look, the more you’ll see
As long as I’m around I’ll be lookin for nerves to hit
The more of you I drink, the thirstier I get, baby baby
I know I wear you out, I’m never sleepy
I’m sorry for all the times I made you feel guilty for sleeping easy
But you get hot when I show you how devout I am
I walk the walk and I show off just how proud I am.

(Torres – Thirstier)

Thirstier ist das fünfte Studioalbum der in Brooklyn ansässigen Musikerin Mackenzie Scott, besser bekannt als Torres. Es ist explosiv, punkig, rau – aber auch sanftmütig, stolz und furchtlos. Ihre starke, tiefe Stimme und aufbrausenden Gitarreneinlagen begeistern durchweg. Lyrisch wagt sich Torres an einen entwaffnenden Optimismus, der uns allen guttun würde und entführt uns so, wenn man genau hinhört, in eine fantastische, bebende Indie-Rock-Welt der Superlative.

Ohne lange zu fackeln, beginnt Thirstier mit Are You Sleepwalking? – der hitzige Track könnte eine Kampfansage an psychische Erkrankungen ohne jegliche Scham und eine Liebeserklärung an nahestehende Personen im Leben der Künstlerin sein. Kratzende, schreiende Verstärker und verzogene Vocals bauen Spannung auf und geben Are You Sleepwalking? etwas sehr Anspruchsvolles. Mit glitzerndem Pop-Rock geht es auf Don´t Go Puttin Wishes in My Head weiter. Eine klare Weiterentwicklung zum häufig verkopften Sound der US-Amerikanerin. Auf Drive Me türmt Torres ihre grandiose Stimme auf und lässt sie erbeben, um dann doch in verspieltere Strophen überzugehen. Hug From A Dinosaur erinnert in der Betonung stark an männliche Country Stimmen und der vergnügte Refrain lässt erahnen wie verliebt Torres in ihre Partnerin ist. Der wunderbare Titelsong Thirstier erzählt von tiefer Freude und Realitäten, die sich mit Träumen vereinen, ohne zu vergehen. “We’re always fantasizing about something that’s out of reach. That’s what a fantasy is. It’s something you can’t have. But I wanted to turn that idea around and ask, ‘What if your fantasy was the thing that you have, this endless loop of fantasy?’” sagt Scott in einem Interview. “It’s a way to be in this fantastical, magical realm forever. I want to make that space for myself. I want to create a reality where my day-to-day is actually my fantasy. That’s what I want more than anything.” Keep The Devil Out ist der letzte Track des Albums und ist wohl das punkigste und bedrohlichste, das Torres bisher musikalisch geschaffen hat. Dabei bedroht sie jedoch nur ihre eigenen Dämonen und sagt ihnen den Kampf an.

Bei alldem was Thirstier darstellt und übermittelt kann man gar nicht anders, als es zu feiern und wenigstens mit positiver Energie zu umarmen. Wer aufgeregt und bereit ist eine stolze, bestimmte, optimistische, verliebte und weitblickende Torres zu entdecken, dem wird dieses Album sicher gefallen.

Torres – Thirstier
VÖ: 30. Juli 2021, Merge Records
www.torresmusicofficial.com
www.facebook.com/TORRESMUSICOFFICIAL

Torres Tour:
21.03.2022 Berlin, Frannz Club
22.03.2022 Hamburg, Uebel & Gefährlich
23.03.2022 Köln, Bumann & Sohn
24.03.2022 Heidelberg, Karlstorbahnhof

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