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Veröffentlicht am 13.09.2017 | von Susan

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HERCULES & LOVE AFFAIR – OMNION

Move me like a controller
Tell me what to do
Use me like a controller
All the way through
Keep me under your power
Cast the spell
Move me like a controller
And move it well

Move me, it’s all I want
Use me, it’s all I want
Take all of me, it’s all I want
Cause I love what you’re making me do

(Hercules & Love Affair feat Faris Badwan – Controller)

Nichts erheitert das Gemüt so schnell, wie der Gedanke an Partykeller. Der Partykeller, das Statussymbol des einfachen Mannes und der Stolz eines jeden Schrebergartenbesitzers. Serviert wird eisgekühlte Bowle und Disco-Pop. Während Schrebergärten und Partykeller gerade eben erst wieder ein großes Revival erleben, verhilft Andrew Butler, der Kopf von Hercules & Love Affair, dem Disco-Pop schon seit Jahren zu einem glorreichen Comeback.

2008, mit dem gleichnamigen Debütalbum Hercules & Love Affair, nahm der ehemalige Fitnesstrainer aus Brooklyn das Publikum mit in die Vergangenheit. Disco-Pop gepaart mit frühen House Elementen, brachte die Menschen zum brodeln und füllten die Tanzflächen. Auch das zweite Album Blue Songs brachte einige Perlen, wie Blind und My House, zum Vorschein, die immer noch als beliebte Ohrwürmer agieren und die Kinder der 90er vor Freude kreischen lassen. Die Mission hinter Butlers Schaffen wurde hier schon schnell deutlich: Menschen vereinen.

Und genau das tut er auch in seinem aktuellen Album Omnion (dt. Alle). Die hochdramatischen Titel sollen wieder einen jeden auf den Dancefloor ziehen. Und er tut dies nicht allein, denn der Kollektivgedanke bleibt auch hier, wie schon in den vorherigen Alben bestehen. So wird der Song Controller durch Faris Badwan, der seine Ursprünge in der Post-Punk Szene hat, zu einer Hymne der Neuzeit und Rejoice erhält durch die extrovertierte Pop-Diva Rouge Mary erst seinen letzten, extravaganten Schliff. Die Texte der 11 Songs werden dabei simple genug gehalten, um mitgrölen zu können und sind dennoch tiefgründig genug, um etwas bewegen zu wollen – wenn auch nur den eigenen Körper.

Vor allem geht es aber inhaltlich vordergründig um die Bekämpfung von Ungerechtigkeit und um mehr Toleranz auf der Welt. Nach einer Weile verliert sich dieses Vorhaben allerdings in einer einseitigen Melancholie, die an eine Dauerschleife erinnert und das Album verliert somit schnell an Auftrieb und auch den ursprünglichen Charakter aus den Augen.

Denn auch wenn das Album im Großen und Ganzen runder und ausgeglichener wirkt als seine Vorgänger, fehlt es an der ein oder anderen Stelle noch an Durchsetzungsvermögen und Höhen. Man kann zwar im Partykeller die Liebe propagieren, es hilft aber manchmal doch die Türen nach draußen zu öffnen und einen frischen Wind durchwehen zu lassen.

Hercules & Love Affair – Omnion
VÖ: 01. September 2017, mr.intl
www.herculesandloveaffair.net
www.facebook.com/herculesandloveaffair

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