Film

Veröffentlicht am 6.03.2012 | von Dominik

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TRESPASS – Filmkritik

Weißt du als ich klein war, da hat meine Mom immer zu mir gesagt, ich hatte immer diese Kopfschmerzen, ich hab geschrien Mann und sie meinte dann immer: „Halt die Klappe Elias, du verbrauchst die Luft im Zimmer, damit können andere was viel besseres machen“. Ich war nämlich nie in irgendetwas irgendwie gut. Ich meine ein paar Jobs hatte ich natürlich…aber nichts wirklich…

(Elias – Trespass)

Ein guter Thriller braucht eigentlich gar nicht viel. Weder ein weitläufiges Set, noch ein großes Schauspieler-Ensemble ist dafür nötig. Zumeist ist sogar das Gegenteil viel effektiver – also enge Räume und nur eine handvoll Darsteller, solange die Darsteller den Raum mit ihrem Spiel füllen und die Zuschauer bei der Stange halten. ‚Trespass‚ (zu Deutsch „Hausfriedensbruch„) versucht es auf diese Weise und hat mit Regisseur Joel Schumacher, der Colin Farrell fast über die komplette Dauer des Films ‚Nicht auflegen!‚ in eine Telefonzelle stellte, bzw. mit Nicole Kidman, die schon in ‚Dogville‚ ein mehr als reduziertes Set mit einer schauspielerischen Höchstleistung vergessen machte, zwei Asse im Ärmel.

Der Diamantenhänder Kyle Miller (Nicolas Cage) ist ein Mann, der weiß was er will und dessen Geschäft das Verhandeln ist. Das merken dann auch die maskierten Einbrecher, die in sein Haus eindringen, ihn niederschlagen und von ihm verlangen, dass er den Tresor öffnet. Ansonsten wird ihm und seiner Familie etwas Schlimmes passieren. Umso länger der Überfall andauert, umso mehr spitzt sich die Situation zu, werden die Einbrecher doch langsam unruhig und dem Spiel Millers überdrüssig. Währenddessen glaubt seine Frau Sarah einen der Maskierten wieder zu erkennen und versucht den vermeintlichen Handwerker, der zudem auch noch eindeutiges Interesse an ihr erkennen ließ, dazu zu bringen, sie und ihre Familie am Leben zu lassen. Sollte jedoch auffliegen, dass sie ihn erkannt hat, wäre das nicht nur ihr eigenes sicheres Todesurteil!

Es sind eigentlich sehr einfache Zutaten, die ‚Trespass‘ in die Schale wirft: Geld, ein paar böse Buben und eine Familie, die ums Überleben kämpft – alles weitere wird nur am Rande angedeutet oder schnell heruntergebrochen, denn es muss ja flott zur Sache gehen. Doch lässt man sich auf den Film ein, kann man einen spannenden und klaustrophobischen Thriller erleben, der ohne Verschnaufpause auskommt und einige ansehnliche Schauspielleistungen bietet – diese überdecken dann auch die ansonsten sehr dünne Handlung.

Trespass (USA 2011)
Regie: Joel Schumacher
Darsteller: Nicolas Cage, Nicole Kidman, Liana Liberato, Ben Mendelsohn, Cam Gigandet, Dash Mihok
DVD-VÖ: 28. Februar 2012, Ascot Elite Home Entertainment

httpvh://www.youtube.com/watch?v=CuUrmBLN_Eg

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