Film

Veröffentlicht am 26.02.2013 | von Benjamin

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ALEX Cross – Filmkritik

Ich bin fasziniert von Schmerz.

(Picasso – Alex Cross)

Diese Aussage des wahnsinnigen Auftragskillers, der von seinem Geldgeber nicht unter Kotrolle gehalten werden kann, muss auch der Zuschauer teilen, wenn er die 101 Minuten durchhalten will, die ihm der Film raubt.

Dabei gab Potenzial: Eine Story um die bereits bekannte Figur Alex Cross (hier gespielt von Tyler Perry), aus der Feder des Bestseller-Autors James Patterson, dessen Held gegen eine (eigentlich) interessante Figur zu Felde ziehen muss. Wie aus dieser Anlage ein guter Thriller hätte werden können, zeigen übrigens die beiden vorangegangenen Adaptionen der Bücher Pattersons ‚Denn zum Küssen sind sie da‚ und ‚Im Netz der Spinne‚, in denen Morgan Freeman die Rolle des Polizeipsychologen übernimmt.

Die Story ist schnell erzählt: Der psychophatische Profikiller, der wegen Zeichnungen, die er am Tatort zurück lässt, bald den Namen Picasso trägt, bringt mit kühler Perfektion die führenden Mitarbeiter eines Wirtschaftsmoguls (Jean Reno) um die Ecke. Dabei kommt ihm Dr. Alex Cross in die Quere und zwischen den beiden Hochbegabten entspinnt sich als Nebenschausplatz ein Macho-Wettkampf. Da die Details das einzige sind, was wenigstens ein wenig Spannung versprechen könnte, seien sie hier ausgelassen.

Eines der großen Probleme dieser Adaption von Regisseur Rob Cohen, der u.a. für Filme wie ‚Triple X‚ und ‚The Fast and the Furious‚ verantwortlich zeichnet, ist zweifellos, dass hier der erste Teil der Bezeichnung Action-Thriller zu ernst genommen worden ist. Denn ein Thriller lebt maßgeblich von der psychlogischen Tiefe und Abgründigkeit seiner Figuren, die hier viel zu flach und konturlos bleiben. Weder Cross noch Picasso schaffen es glaubwürdig zu werden. Da hilft auch nicht die wackelige Kamera in den Actionszenen, die der Sache nur optischen Authentizität geben soll. Dazu kommt obendrein eine narrative Unausgereiftheit, die dem ganzen den letzten Rest an Potenzial nimmt. Diesen Karren können auch Jean Reno und John C. McGinley (Dr. Cox aus ‚Scrubs‘) nicht aus dem Dreck ziehen.

Alex Cross (USA 2012)
Regie: Rob Cohen
Darsteller: Jean Reno, Tyler Perry, Matthew Fox
VÖ: 26. Februar 2013, Escot Elite Home Entertainment

httpvh://youtu.be/dHHgJUiVDPs

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