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Veröffentlicht am 16.07.2019 | von Lea Kleisinger

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ANGIE MCMAHON – Salt


Foto-© Paige Clark

My bedroom is a disaster
My dog has got kidney failure, failure
I’ve been sitting at the bar too much
Kissing people in my head
And saying rubbish things I should not have said
And they’re building things outside my window
Everywhere I look there’s signposts, signposts
I just sit in my house making noise for fun
And I’m not moving much or proving much to anyone, no

(Angie McMahon – Pasta)

Rock mit einem Hauch von Alternative Country aus Melbourne? Damit versorgt uns Angie McMahon aufs feinste. Das nun erscheinende Debütalbum Salt fasst ihre in den letzten zwei Jahren entstandenen Songs zusammen und weist dadurch eine erstaunliche musikalische Bandbreite auf. Zusammen mit dem Co-Produzenten und Bassisten Alex O’Gorman mietete sie ein abgelegenes Anwesen auf dem Land, in dem innerhalb einer Woche das Meisterwerk aufgenommen wurde. Von kratzigen Gitarrenriffs zu sanften Balladen bis hin zu funkig angehauchtem Groove ist alles dabei. Genauso verspielt geht die Australierin mit ihrer Stimme um, die mühelos von ungewöhnlich warmen Tiefen in energiegeladene Höhen schnellt und hier und da mit sanftem Vibrato oder kontrolliert brechender Stimme geschmückt wird.

Den Anfang macht Play The Game, ein ruhiger und emotionaler Track, in dem Angie McMahon sich als Storytellerin zeigt und dem Zuhörer ihre besondere Stimme vorstellt. Mit Soon nimmt das Album ganz langsam Tempo auf. Die sanfte Gitarre und ihre flüsternden Vocals erreichen mit dem Einsatz des Schlagzeugs den balladigen Gänsehautmoment. In Keeping Time kommt der versprochene Rockmoment auf. Begleitet von dumpfen Schlagzeug und Crunch-Gitarre nimmt sie uns auf die Suche nach sich selbst und ihrem persönlichen Glück mit. Slow Mover ist schon 2017 als Single erschienen und hat in ihrer Heimat Gold-Status erlangt. Auch hier gibt sie dem Zuhörer einen intimen Einblick, diesmal in ihr Liebesleben. Genauso bei Missing Me: Mit ihrer aufrichtigen Art erzählt sie darin von schmerzhaften Lektionen ihres Lebens: „You have been my only rock on the ground, now I´m out of sight. Loving you is lonely.“

Ein besonderes Highlight des Albums ist auch der Track Pasta. Mit monotoner Stimme erzählt sie von ihrem lethargischen Dasein, dem Essen von zu viel Pasta und ihrem kranken Hund. Untermalt werden ihre Erzählungen von einer bluesartigen Melodie, die nach ein paar Minuten durch einen Tempowechsel energiegeladen und treibend wird. Bei Standout quakt uns eine leicht funkige Gitarre entgegen und die klaren Höhen des Refrains bilden eine wunderschöne Harmonie.

Angie McMahon erzählt uns die Geschichten, die sie zu der selbstbestimmten und starken Frau gemacht haben, die sie jetzt ist. Es ist ihr wichtig Menschen zu erreichen und eine Verbindung über geteilte Gefühle zu schaffen. Ob es um gescheiterte Liebesbeziehungen, das Angreifen gesellschaftlicher Konventionen oder Selbstfindung geht, Angie McMahons Verletzlichkeit ist ihre Stärke und Salt ein überaus gelungenes Debütalbum.

Angie McMahon – Salt
VÖ: 26. Juli 2019, Angie Mcmahon
www.angiemcmahon.com
www.facebook.com/angiemcmahonmusic

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